Das in den 60er Jahren geplante Neue Zentrum Kreuzberg - kurz NKZ - in Berlin entstand als soziale Utopie von Stadt: 300 bezahlbare und komfortable Wohnungen, vor allem auch für Bewohner mit türkischem Pass, Freilichtbühne, Terrassencafés und hängende Gärten. Heute steht das Neue Zentrum Kreuzberg für Misere und Ghetto und hat eine der höchsten Arbeitslosenquoten in Berlin. Vom 10. - 15. Juli 2007 wurde das ungenutzte Parkhaus der Wohnanlage Austragungsort des Projekts ‚Kampf auf dem Parkdeck'. Die Künstlergruppe Pony Pedro inszenierte mit 40 Langzeitarbeitslosen einen Bazar. Jeder Teilnehmer erhielt einen Parkplatz als "Gewerbefläche" und ein Startkapital: Auf den 40 Parkparzellen enstanden so 40 temporäre Geschäfte. Auf dem obersten Parkdeck entstand ein Dachgarten mit Nutzgärten und Laubenbar für Besucher, Anwohner und Händler. Eine abendliche Veranstaltungsreihe mit Boxkämpfen, Band-Battles und Diskussionen rundeten das Bazar-Programm ab. Mit den Mitteln der Zuspitzung, Übertreibung und Irritation fragte das Projekt nach der Wirksamkeit gängiger Existenzgründungsmodelle und nach der Zukunft neuer informeller Märkte am Rande des Existenzminimums.

Künstlerische Leitung: Pony Pedro (Sebastian Wagner, Mark Thomann, Franziska Werner)

Kon­takt

Franziska Werner
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