Tanz in Deutschland seit 1945

Die Tanzgeschichte der Bundesrepublik und der DDR ist in der deutschen Öffentlichkeit in ihrer Gesamtheit kaum bekannt. Bisher gab es lediglich Untersuchungen zu einzelnen Akteuren, Kompanien, Zeitabschnitten oder stilistischen Richtungen. Eine Analyse des Tanzgeschehens in beiden deutschen Staaten steht bislang aus. Grund dafür ist die Tatsache, dass beide Länder unter konträren Einflüssen standen: die DDR jenem der Sowjetunion, die Bundesrepublik jenem britischer, französischer und US-amerikanischer Ballettensembles. Dabei hat gerade Tanz sich immer auch über Systemgrenzen hinweggesetzt. Das gilt auch für Deutschland, das mit Künstlern wie Johann Kresnik, Susanne Linke und Pina Bausch Weltgeltung als Zentrum des zeitgenössischen Tanzes erlangt hat. In einer Aufarbeitung des Tanzgeschehens in beiden deutschen Ländern wird die Ausstellung die außerordentliche Bedeutung internationaler Beziehungen für die Kunstform Tanz darstellen.

Kuratoren: Hedwig Müller, Ralf Stabel, Patricia Stöckemann

 

Kon­takt

Akademie der Künste
Abteilung Darstellende Kunst

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