"Landschaft mit entfernten Verwandten" lautet der Arbeitstitel einer Oper von Heiner Goebbels. Der Titel steht für die Nähe der Oper zu Arbeiten der Bildenden Kunst, aus der einzelne Bildmotive gewonnen wurden. "Die Perspektive", so Heiner Goebbels, "gilt nicht einer landschaftlichen Idylle, sondern einem genauen Blick auf dezentral organisierte Bilder; einem Blick, den wir zwar auch aus der Landschaftsmalerei kennen, der sich hier aber - aus einiger Entfernung - auf Personengruppen richtet. Dabei entstehen vor allem in der Konstellation der Figuren gesellschaftliche, chorische Bilder aus verschiedenen historischen Epochen und an unterschiedlichen kulturellen Orten, die sich auch in der musikalischen Anlage wiederfinden. (…) Die Rezeption dieses Musiktheaterstücks ähnelt damit vielleicht eher einem szenischen, auskomponierten Parcours durch eine Gemäldegalerie als der linearen Dramatik eines konventionellen Librettos. Auch die Herkunft vieler Texte von Giordano Bruno bis T.S. Eliot und Gertrude Stein steht dafür."
Die Darsteller, der in mehrere Akte unterteilten Oper, sind die Musiker des Ensemble Modern, der Chor der Genfer Oper und einige Solisten. Koproduzenten sind das Grand Théâtre de Genève, das Ensemble Modern, die Berliner Festspiele, La Filature Mulhouse sowie das Festspielhaus St. Pölten. Nach der Uraufführung in Genf am 16. Oktober 2002 ist eine Reihe von weiteren Aufführungen und Gastspielen an verschiedenen Orten vorgesehen.

Musikalische Leitung: Franck Ollu; Licht und Bühne: Klaus Grünberg; Kostüme: Florence von Gerkan; Klangregie: Norbert Ommer; Künstlerische Leitung: Heiner Goebbels
Veranstaltungsorte: Genf, St. Pölten, Mulhouse, Berlin, Frankfurt am Main

Kon­takt

Ensemble Modern

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