Die griechische Theaterlandschaft ist derzeit von großen Ambivalenzen geprägt. Neben traditionellen, am klassisch-antiken Vorbild orientierten Theaterformen entwickeln sich immer mehr hybride, postdramatische Formate. Verschärfte ökonomische Zwänge und sich verschlechternde Arbeitsbedingungen haben die griechische Theaterszene insofern belebt, als z.B. wegen drohender Theaterschließungen alternative Räumlichkeiten gesucht werden mussten und damit einhergehend auch Chancen auf neue künstlerische Positionen ergriffen wurden. Die griechische Theaterlandschaft unterliegt nicht zuletzt deshalb einem starken Wandel, als viele Theatermacher/innen nunmehr als Freischaffende unter prekären Bedingungen arbeiten.
Das Theater Bremen gab in einem mehrtägigen Festival Einblick in die kreative junge griechische Theaterszene, die sich von konventionellen Strukturen löst und sich vermehrt dezidiert aktuellen Themen wie z. B. der zunehmenden Fremdenfeindlichkeit in Griechenland zuwendet. Ein wichtiger Dialog- und Kooperationspartner war die Experimentalbühne -1 am Nationaltheater Athen, die im Oktober 2016 als ein Ort für außergewöhnliche Theaterexperimente installiert wurde. Außerdem haben zwei griechische Regisseure Performances für den Bremer Stadtraum erarbeitet. Das Festival sollte den Austausch zwischen griechischen und deutschen Theaterschaffenden fördern, dem auch ein begleitender Diskursraum sowie Werkstattformate der Jungen Akteure des Theaters Bremen dienten.

Künstlerische Leitung: Marthe Labes
Projektleitung: Isabelle Becker, Caroline Anne Kapp
Künstlerische Assistenz: Katerina Adamara (GR)
Mitwirkende: Anestis Azas (GR), Katerina Giannopoulou (GR), Simos Kakalas (GR), Asteris Loutoulas (RO/GR), Grigoris Liakopoulos (GR), Vassilis Noulas (US/GR), Sandra von Ruffin, Martin Scharnhorst (AT), Prodomos Tsinikoris (DE/GR)

  • Termine

    03.05. –
    06.05.2018

    Festival

    Theater Bremen | Bremen

Kon­takt

Theater Bremen

Goetheplatz 1 – 3
28203 Bremen

www.theaterbremen.de