Ekstase - die körperliche Erfahrung des Außer-Sich-Seins, der Gleichzeitigkeit von An- und Abwesenheit - stand im Mittelpunkt des Festivals im Hebbel am Ufer. "Politics of Ecstasy" versammelte Positionen zum Thema Ekstase aus Tanz, Performance, bildender Kunst und Musik und verknüpfte die künstlerischen Darstellungen mit Diskussionen, Workshops und einer Improvisationsreihe.
Das Konzept der Ekstase war bis ins 19. Jahrhundert hinein der religiösen Sphäre zugeordnet. Im Zuge von Säkularisierung und psychoanalytischer Forschung wurde es immer mehr mit dem Bereich der Sexualität verknüpft. Doch auch in der politischen Arena wurde und wird mit affektiven Momenten gearbeitet, die sich ins Ekstatische steigern lassen. "Politics of Ecstasy" hatte zum Ziel, mit neuen Formen der Gemeinschaftsstiftung zu experimentieren und sie auf ihre ekstatischen Qualitäten hin zu überprüfen.
Kuratiert wurde das Festival von den beiden US-amerikanischen Choreographen Jeremy Wade und Meg Stuart zusammen mit dem Berliner Dramaturgen Eike Wittrock. Aus Amerika stammen viele Formen, die auf ekstatische Zustände abzielen, wie zum Beispiel Gospel, Hip Hop oder Improvisation im Jazz. In einer Konzertreihe ging es um musikalisch erzeugte Ekstasen, das Performance- und Tanzprogramm war naturgemäß den Bewegungsekstasen gewidmet.

Künstlerische Leitung: Meg Stuart, Jeremy Wade, Eike Wittrock, Brendan Dougherty 

Kon­takt

Hebbel am Ufer / HAU3

Tempelhofer Ufer 10 / HH

10963 Berlin

www.hebbel-am-ufer.de