Prognosen machen nicht nur Aussagen über die Zukunft, sie beeinflussen sie auch. Heutzutage betreffen Vorhersagen vorwiegend naturwissenschaftlich-technische oder ökonomische Entwicklungen; als kulturelle Praxis spielen sie kaum eine Rolle. In einem Kooperationsprojekt zwischen der FU Berlin und dem Theater Hebbel am Ufer wurden in Analogie zu den anerkannten "Wirtschaftsweisen" 12 Künstler/innen und Kulturwissenschaftler/innen als "Bewegungsweise" mit Prognosen über gesellschaftliche "Bewegungen" beauftragt, z.B. über künftige Beziehungen zwischen Körpern, Techniken und Wissensformen oder über künftige Dynamiken durch Migration und Globalisierung. Die Vorhersagen wurden in eine Theater-Performance überführt. Das Berliner Zentrum für Bewegungsforschung veranstaltete einen begleitenden interdisziplinären Workshop zu Konzepten der Vorhersage in ihrer historischen Entwicklung und ihren kulturellen Ausformungen.

Das Buch zu Prognosen über Bewegungen mit den wissenschaftlichen Analysen des Workshops und einer ausführlichen Dokumentation der Performances wird voraussichtlich im Frühjahr 2009 erscheinen.

Künstlerische Leitung: Sibylle Peters
Wissenschaftliche Leitung: Gabriele Brandstetter, Kai van Eikels
Mitwirkende: Guillermo Gomez-Pena (MEX/USA), Francois Jullien (F), Bojana Kunst (SLO), Ligna, Walid Raad (RL/USA), Joshua Sofaer (GB), Mamoru Takayama (J) u.a.

Veranstaltungsorte in Berlin: Hebbel am Ufer, Freie Universität Berlin
Veranstaltungszeitraum: Mai 2007 - Juni 2008
Publikation: Frühjahr 2009

Kon­takt

Zentrum für Bewegungsforschung
im Institut für Theaterwissenschaft
FU Berlin

Grunewaldstraße 35

12165 Berlin

www.prognosen-ueber-bewegungen.de