Das Theaterfestival Simple Life versammelte internationale Tanz- und Theaterproduktionen, in deren Mittelpunkt alltägliche Geschichten von Menschen stehen, die an der Peripherie der Gesellschaft ihr Leben bewältigen. Die eingeladenen Ensembles bestehen teils aus professionellen Schauspielern, teils aus „Protagonisten des Alltags“ – Laiendarstellern, die im Sinne der „Real Fiction“ ihre Biografie auf die Bühne bringen. Präsentiert wurde ein breites Spektrum theatralischer und choreografischer Ansätze, die Themen wie das Leben als behinderter Mensch, Transsexualität und die Furcht vor dem Tod behandelten. Zu den eingeladenen Gruppen gehörten unter anderem Pippo Delbono aus Italien, der ein Ensemble von Außenseitern um sich versammelt hat, und das französische Ensemble L‘Oiseau-Mouche, das aus geistig behinderten Schauspielern besteht. Speziell zum Festival entstand eine Tanztheaterproduktion mit Menschen, die bereits längere Zeit arbeitslos sind.
Theaterproduktionen, die mit realen Biografien und Laiendarstellern arbeiten, ziehen derzeit große Aufmerksamkeit auf sich. Ziel des Festivals war es, diese Form der künstlerischen Arbeit nicht als modischen, sich schnell verflüchtigenden Trend zu begreifen, sondern sie kontinuierlich weiterzuentwickeln und fest in den Theaterspielplänen zu etablieren.

Künstlerische Leitung: Jutta Schubert
Künstler/innen: Peeping Tom (BE), Pippo Delbono (IT), L‘Oiseau-Mouche (FR), Alvis Hermanis (LV), Dance Theatre Chang (KR), Vanessa van Durme (BE) u.a.

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