Blond spielt mit Klischees. Blond ist eine Haltung. Blond ist Fake – denn nur 2 % der gesamten Weltbevölkerung ist natürlich blond. Blond ist Spiel mit der Identität und das hat Tradition: Schon im Alten Rom versuchten sich die Frauen die Haare mit Taubenmist zu blondieren. Der Ursprung des Wortes „blond“ ist nicht ganz eindeutig: Das lateinische Wort blundus, das „gelb“ bedeutet, wird mit Quelle übersetzt. Das altfränkische Wort blund hingegen heißt „grau­haarig“, das altenglische beblonden lässt sich am Besten mit „gefärbt“ übersetzen.

Gesine Danckwart und Caroline Peters verbindet eine lange und produktive Arbeitsbeziehung. Ausgehend von einer Befragung der Arbeits- und Machtstrukturen entlang ihrer persönlichen Lebenswege entstehen in Kooperation mit den Partnerhäusern Texte, Videos, Musik und eine Installation. Wie kann "Blond" als Strategie von Oberfläche und Sichtbarkeit unterlaufen werden? Die beiden Künstlerinnen untersuchen die ökonomischen Hintergründe von Rollenzuschreibungen und fragen: Wir sehr werden unsere Karrieren von unseren Rollenbildern geprägt? Wie können wir Denk- und Handlungsmuster variieren? Gemeinsam mit den humanen Avataren von Chez Company bringen sie ihre Erkenntnisse und Forderungen in Wien und Berlin auf die Strasse und ins Netz.

Unter www.theblondproject.net können Sie den Blickwinkel des Avatars, der jeweils ab Vorstellungsbeginn mit einer Kamera im Bühnengeschehen unterwegs ist und von den Zuschauerinnen direkt gesteuert werden kann, mitverfolgen.

Künstlerische Leitung: Gesine Danckwart und Caroline Peters

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