The Voice That You Are

Eine Kooperation der Company Christoph Winkler, der Oper Dortmund und dem Kulturzentrum WUK performing arts Wien – gefördert im Fonds Doppelpass

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Projektbeschreibung

Das Projekt ist eine performative Auseinandersetzung mit dem Begriff der Stimme. Dabei wird die dramatische Stimme des Musiktheaters in Beziehung zu Stimmen marginalisierter Gruppen der Gesellschaft gesetzt. Als Übersetzer fungiert dabei der tanzende bzw. performative Körper. Das Projekt versteht sich als interdisziplinär. Es vereinigt Elemente der Oper und des zeitgenössischen Tanzes mit Recherchestrategien dokumentarischer, bildender Kunst und versucht neue ästhetische Perspektiven aufzuzeigen.

Gemeinsam mit der Oper Dortmund und dem WUK in Wien wird die Company Christoph Winkler in den sozialen Brennpunkten beider Städte recherchieren, um Themen zu identifizieren, die zu Libretti werden könnten. Dabei steht folgende Frage im Mittelpunkt: Wie kann man, abseits von Repräsentationen, die Lebenswelten marginalisierter Gruppen in Kontakt mit den dramatischen Stimmen des Musiktheaters bringen und wie hilft das Körperwissen des zeitgenössischen Tanzes dabei?

Der erste Teil des Projekts „The voice that you are“ wurde 2019 uraufgeführt und beschäftigte sich mit der Tatsache, dass marginalisierte Gruppen vermehrt ihr Recht auf gesellschaftliche Teilhabe einfordern. Das hat sowohl zu einer größeren Sensibilisierung von Teilen der Gesellschaft geführt als auch zu einer Gegenreaktion. Das Bewusstsein, dass eine Gesellschaft daran gemessen wird, wie gerecht sie sich gegenüber ihren Minderheiten verhält, trifft auf eine Haltung, die mit Stigmatisierungen arbeitet. Dieser Konflikt stellt die Gesellschaft vor eine Zerreißprobe, muss sie doch eine Kommunikation zwischen sehr verschiedenen Lagern gewährleisten.

Der zweite Teil des Projekts „Her noise“ lenkt den Fokus auf die Stimmen von Frauen.
Gerade die Rede von Frauen wird oft als „Noise“ oder „Geräusch“ bezeichnet, was Man(n) nicht ertragen kann. Die Geschichte ist voller Beispiele für die Ambivalenz mit der unsere Gesellschaft weiblichen Stimmen gegenübertritt. In den Sirenen Homers über H. C. Andersens Meerjungfrau, von Kants Bemerkungen über das frivole Geschnatter der Frauen im Nebenzimmer bis zu den weiblichen Stimmen dienender, elektronischer Geräte, tritt eine Haltung zutage, die offensichtlich in der weiblichen Stimme eine Gefahr für die gesellschaftliche Ordnung sieht. Gleichzeitig sind Frauen, die ihre „Stimme“ erheben, einer latenten Bedrohung ausgesetzt. „Her Noise“ setzt sich vor diesem Hintergrund mit verschiedenen Aspekten weiblicher Stimmen auseinander und kreiert ein choreographisches Konzert. Die Performance vereinigt musikalische Teile mit verschiedenen performativen Szenen zu einer Reflexion über das Potenzial weiblicher Stimmen.

Videos

Fünf Menschen auf einer Videoleinwand von oben fotografiert (externer Link, öffnet neues Fenster)
Trailer: The voice that you are

Termine

  • 10. Juni, 2022 bis 11. Juni, 2022: Her noise 

    WUK performing arts, Wien

  • 3. Juni, 2022 : Her noise 

    Theater Dortmund, Dortmund

  • 29. Dezember, 2021 bis 31. Dezember, 2021: Her noise

    Radialsystem, Berlin

  • 31. Mai, 2019 bis 1. Juni, 2019: The Voice That You Are

    Installative Performance

    WUK (Werkstätten und Kulturhaus), Wien

  • 25. Mai, 2019 : The Voice That You Are 

    Installative Performance

    Baukunstarchiv NRW, Theater Dortmund, Dortmund

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