Das Theatertreffen gilt als Gipfeltreffen des deutschsprachigen Theaters und wird jedes Jahr im Mai in Berlin ausgerichtet. Das nächste Festival findet vom 6. bis 22. Mai 2016 statt und hat wieder die zehn bemerkenswertesten Aufführungen einer Saison nach Berlin eingeladen.

Die Mitglieder der Theatertreffen-Jury Till Briegleb, Barbara Burckhardt, Wolfgang Huber-Lang, Peter Laudenbach, Bernd Noack, Stephan Reuter und Andreas Wilink sichteten und diskutierten insgesamt 394 Inszenierungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Anfang Februar 2015 traf die Kritikerjury ihre Auswahl:

„der die mann“ nach Texten von Konrad Bayer. Regie: Herbert Fritsch, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin

„Effi Briest – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie“ von Clemens Sienknecht und Barbara Bürk nach Theodor Fontane. Regie: Clemens Sienknecht und Barbara Bürk, Deutsches Schauspielhaus, Hamburg

„Ein Volksfeind“ von Henrik Ibsen. In einer Bearbeitung von Dietmar Dath. Regie: Stefan Pucher, Schauspielhaus Zürich

„John Gabriel Borkman“ nach Henrik Ibsen von Simon Stone. Regie: Simon Stone, Burgtheater im Akademietheater, Wien / Wiener Festwochen / Theater Basel

„Mittelreich“ nach Josef Bierbichler. Regie: Anna-Sophie Mahler, Münchner Kammerspiele

„Schiff der Träume“ Ein europäisches Requiem nach Federico Fellini. Regie: Karin Beier, Deutsches Schauspielhaus, Hamburg

„The Situation“ von Yael Ronen & Ensemble. Regie: Yael Ronen, Maxim Gorki Theater, Berlin

„Stolpersteine Staatstheater“ von Hans-Werner Kroesinger. Regie: Hans-Werner Kroesinger, Badisches Staatstheater Karlsruhe

„Tyrannis“ von Ersan Mondtag. Regie: Ersan Mondtag; Staatstheater Kassel

„Väter und Söhne“ von Brian Friel nach Iwan Turgenjew. Regie: Daniela Löffner, Deutsches Theater, Berlin

Die Leiterin des Theatertreffens, Yvonne Büdenhölzer, fasst die diesjährige Auswahl zusammen: „Die Auswahl des 53. Theatertreffens zeigt eindrücklich eine große Diversität der Stoffe, der Inszenierungsansätze und der ästhetischen Formen von heutigen Regieteams. Bei aller Unterschiedlichkeit der Ansätze, verbindet die ausgewählten Inszenierungen inhaltlich die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Umbrüchen und deren Folgen für das Individuum. Eine neue Generation von Regisseur/innen ist beim Theatertreffen angekommen. Mehr als die Hälfte der Künstler/innen sind zum ersten Mal eingeladen: Daniela Löffner, Ersan Mondtag, Anna-Sophie Mahler, Clemens Sienknecht, Simon Stone und Hans-Werner Kroesinger.“

 

Programm und Preise

Unter dem Titel TT Talente gibt das Theatertreffen dem künstlerischen Nachwuchs eine eigene Plattform: der 1978 ins Leben gerufene Stückemarkt präsentiert als „Festival im Festival“ neue Stücke bisher unentdeckter europäischer Autoren sowie seit 2012 ein eingeladenes Theaterprojekt. Das Internationale Forum und das Theatertreffen-Blog bieten jüngeren Theatermachern bzw. -kritikern die Chance zur professionellen Weiterentwicklung.

Gespräche und Diskussionen, Konzerte sowie Preisverleihungen komplettieren das Programm. Beim Theatertreffen werden der 3sat-Preis (seit 1997), der Alfred-Kerr-Darstellerpreis (seit 1991) und der Theaterpreis Berlin der Stiftung Preußische Seehandlung (seit 1988) verliehen.

Thea­ter­tref­fen-Blog

Das Theatertreffen fördert neue Formate des Online-Journalismus. Kultur-Blogger, Zeichner, Fotografen, Kritiker, Video- und Radiojournalisten sind eingeladen, das Festival drei lang Wochen zu begleiten. Ziel ist es, den Online-Kulturjournalismus zu profilieren und Theaterthemen im Netz zu stärken.

Theatertreffen-Blog

Kul­tu­rel­le Leucht­tür­me er­hal­ten mehr Geld

Auf seiner jüngsten Sitzung am 28. November 2016 beschloss der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes, die Förderung aller gegenwärtig geförderten kulturellen Leuchttürme bis zum Jahr 2022 fortzuführen und erstmalig zu erhöhen. Damit erhält das Theatertreffen künftig 1,9 Mio. pro jährlicher Ausgabe.

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