Mit ihrem Projekt To Serve richteten die Choreografin Simone Aughterlony und der Filmemacher Jorge Leon ihr Augenmerk auf die Lebens- und Arbeitsverhältnisse von Dienstpersonal im Blick auf die globale Dimension von Ausbeutung, Menschenrechtsverletzungen und moderner Sklaverei. To Serve bediente sich ganz unterschiedlicher medialer und künstlerischer Formate – Live Performance, Film und Installation –, um das auf Herrschaft, Kontrolle und Unterwerfung beruhende Verhältnis zwischen Dienstherrschaften und Bediensteten künstlerisch aufzubereiten und dem Publikum nahe zu bringen.
Interviews mit Dienstmädchen sowie wissenschaftliche Texte, die sich mit Menschenhandel und Sklaverei befassen, bildeten das Material für die Performance Deserve von Aughterlony und Leon, die unseren Blick auf Dienstverhältnisse analysiert und reflektiert. Der experimentelle Dokumentarfilm Vous êtes servis von Leon beleuchtet den Alltag indonesischer Haushaltshilfen und geht der Geschichte eines Dienstmädchens in Brüssel nach, das vom Missbrauchsskandal im Conrad Hotel 2008 betroffen war. Das Projekt tourte durch mehrere europäische Städte und entwickelte dabei spezifische Fragestellungen für den jeweiligen Gastort.

Künstlerische Leitung: Simone Aughterlony (D/CH), Jorge Leon (B)
Mitwirkende / Künstler: Angelique Willkie (B), Céline Peret (B), Fiona Wright (GB), Florian Bach (CH/D), George van Dam (B), Mieke Verdin (B), Nadia Fistarol (CH), Tabea Braun, Thomas Wodianka (CH/D), Melati Suryodarmo, Olga de Soto (B), Vlatka Horvat (USA), u.a.

Kon­takt

Verein für allgemeines Wohl

Technoparkstraße 10

8005 Zürich

www.aughterlony.com