Ein Jahr des Aufbruchs hallt nach: Im arabischen Raum bricht Frühling aus und treibt ungeahnte Blüten, Bewegungen wie „Occupy“ fordern soziales Umdenken nicht nur in Griechenland, Spanien und an der Wall Street. Das Festival Voicing Resistance präsentierte individuelle künstlerische Stimmen aus Kairo, Marrakesch, Jenin, Ramallah, Beirut oder Athen, die in Performances, theatralen “Diaries”, Lesungen, Konzerten, Workshops und Filmen ganz persönlich von Revolutionen, Unterdrückung, Widerstand und Freiheit erzählten. Die einzelnen Künstler/-innen haben die Aufstände teils filmisch, teils schriftlich dokumentiert, zunächst um ihre individuellen Erfahrungen festzuhalten. Aus dem Material entstanden dann nach und nach Kunstwerke, die eine eigene Sicht auf die Revolutionen vermitteln und sich häufig stark von der offiziellen Version und den medialen Präsentationen unterscheiden. Voicing Resistance machte diese Arbeiten erstmals einem größeren Publikum in Deutschland zugänglich und präsentierte Innenansichten, die bislang zu einem großen Teil unbekannt sind. Teil des Festivals waren auch Diskussionsforen, die sich an das Publikum vor Ort und speziell an postmigrantische Berliner Jugendliche richteten.

Künstlerische Leitung: Irina Szodruch, mit: Laila Hassan Soliman, Ruud Gielen (EH), Freedom Theatre, DAM, Mustafa Said, Bassem Yousri, Abdallah Obeish (LY), Mourad Ben Cheikh (TN), Zoukak Company (RL), Taoufiq Izeddiou (MA), u.a.
 

Kon­takt

Kultursprünge im Ballhaus Naunynstraße

Naunynstraße 27

10997 Berlin

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