Die boomende Sharing Economy steht für eine neue Philosophie des Teilens und der Kooperation. Was als altruistisches Geschäftsmodell begann, hat in den letzten Jahren jedoch vermehrt zu egoistischem Gewinnstreben geführt. Ist es möglich, das solidarisch-utopische Potenzial der frühen Anfänge der Sharing Economy für ein Nachdenken über die Zukunft der Stadt und des Zusammenlebens zurückzuerobern?
Die Münchner Kammerspiele thematisierten mit „X Shared Spaces“ die Paradoxien, die Vor- und Nachteile dieser neuen Ökonomien, für die Start-Ups wie Airbnb, Uber oder NeighborGoods exemplarisch stehen. Das Projekt untersuchte die sich radikal verändernden Lebenswelten unter den Bedingungen des digitalen Zeitalters.
21 Appartments, Wohngemeinschaften, Coworking Spaces, Mikrowohnungen in verschiedenen Münchner Stadtbezirken wurden zum Schauplatz der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema. Internationale Künstler/innen wie Susanne Kennedy, Alexander Giesche und Damian Rebgetz entwickelten für diese Räume jeweils zehnminütige Arbeiten, die die Kulturen des Digitalen in den physischen Raum überführten. Die Performances, Installationen und Theaterstücke wurden in verschiedenen Routen zusammengefasst, die das Publikum in Zweiergruppen zu Fuß erschließen konnte. Auf diesen ortsspezifischen Stadtspaziergängen wurden die Zuschauer zu Touristen ihrer eigenen Stadt, zu modernen Mietnomaden, zu Sammlern urbaner und virtueller Erlebnisse. „X Shared Spaces“ wollte so eine Ahnung davon vermitteln, wie die Zukunft von Stadtgesellschaften und die Chancen, Widersprüche und Risiken der Ökonomien von morgen aussehen könnten.

Von und mit: Alexander Giesche, Susanne Kennedy, Damian Rebgetz (AU), Susanne Steinmassl, Britta Thie u.a.

  • Termine

    19.07. –
    22.07.2018

    Performance

    verschiedene Orte | München

Kon­takt

Münchner Kammerspiele

Falckenbergstraße 2
80539 München

www.muenchner-kammerspiele.de