Die Puppentheatergruppe Das Helmi und das Schauspiel Hannover wollten zunächst mit einem temporären „Platzhaus“ Hannovers Innenstadt in einer 100-tägigen Aktion beleben und als Begegnungsplatz zurückgewinnen. Gemeinsam mit weiteren Künstlern wurde in dieser Phase eine Methode entwickelt, die es ermöglicht, aus losen Resten, Zeichen und Anekdoten eine neue Ordnung zu konstruieren. Das Projekt wurde geleitet von dem Wunsch nach der Initiation einer künstlerischen Bewegung, die einen Zusammenhang aller Dinge konstruiert. Geistige Paten waren der Hannoveraner Künstler Kurt Schwitters in seiner Hinwendung zum Unbeachteten und die Realviszeralisten – eine mexikanische Künstlerbewegung der 1920er Jahre – in ihrem Glauben an die unbekannte Weltformel.
In der zweiten Phase wurde das Platzhaus auf die Drehbühne des Schauspiel Hannover gehoben und hundert Tage in 24 Stunden komprimiert: In einer Show auf der großen Bühne wurde „Ein Tag Hannover“ gezeigt, in dem alle Details miteinander verknüpft waren, so dass aus ihnen ein übergeordneter Sinn entstand.

Kon­takt

Niedersächsische Staatstheater Hannover
Almut Stuntebeck

Opernplatz 1

30159 Hannover

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