Auf dem Brachgelände Jerusalem-Friedhof in Berlin-Neukölln bauen junge Geflüchtete gemeinsam mit Menschen aus der unmittelbaren Nachbarschaft und Jugendlichen aus umliegenden Jugendzentren und Schulen, mit nationalen und internationalen Künstler/innen, Azubis und Student/innen einen künstlerischen Gartenbetrieb mit Projektzentrum auf. Im ehemaligen Steinmetzhaus entsteht eine „Gartenschule“, die wie eine Volkshochschule agiert: Alle Projektteilnehmer können hier Kurse anbieten und besuchen. Die jungen Geflüchteten übernehmen leitende Tätigkeiten in der Gärtnerei und planen die Arbeitseinsätze, gemeinsamen Exkursionen und Workshops mit Nachbarn. Zudem ist die enge Zusammenarbeit mit Schulen aus der Nachbarschaft und Berliner Kultureinrichtungen geplant. Gemeinsam sollen neue Bilder, Visionen und Praktiken eines gemeinschaftlichen Zusammenlebens entstehen.
Das Projekt wird fortlaufend auf der Website dokumentiert. Auf der „Wurzelkonferenz“, einer bundesweiten Tagung, wurden im Dezember 2016 bundesweit Akteure und Akteurinnen der Kulturellen Bildung erwartet. Hier gab die Schlesische 27 ihre Erfahrungen aus dem Projekt an Interessierte weiter.
Die Gärtnerei ist ein Projekt der Schlesischen 27 und des Architekturkollektivs raumlaborberlin. Das internationale JugendKunst- und Kulturhaus Schlesische 27, Verein zur Förderung der interkulturellen Jugendarbeit, ist für künstlerische und partizipative Projekte sowie die Erprobungen und Entwicklung innovativer Konzepte zu gesellschaftlich relevanten Fragestellungen bundesweit bekannt.

Für das Projekt Junge Pächter bekam die Schlesische 27 im Jahr 2013 den BKM-Preis für kulturelle Bildung. Lesen Sie hier die Laudatio von Hortensia Völckers auf das Projekt „Die jungen Pächter“:

Laudatio

Kon­takt

Internationales JugendKunst- und Kulturhaus

Schlesische 27

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10997 Berlin

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