Die Wilhelm-Busch-Gesellschaft und das Sommerpalais Greiz haben in der Vergangenheit bereits kooperiert und realisierten nun ein gemeinsames Ausstellungsprojekt: Werke ostdeutscher Zeichner/innen aus dem Umfeld der Satirezeitschrift "Eulenspiegel" wurden im Wilhelm-Busch-Museum Hannover und anschließend in weiteren Städten der alten Bundesländer präsentiert. Die Ausstellung zeigte, dass Humor und Satire in besonderer Weise geeignet sind, Unterschiede in der kulturellen Entwicklung, der privaten Lebensweise und in den gesellschaftlichen Auffassungen und Zwängen in Ost- und Westdeutschland zu verdeutlichen. Mit dem Ausstellungsvorhaben wurden Künstler/innen präsentiert, die ein großes Stück der DDR-Geschichte mit Karikaturen, satirischen Blättern und Humorzeichnungen begleitet und sich auch während und nach der Wiedervereinigung noch zeichnerisch dem politischen Geschehen gewidmet haben. In den alten Bundesländern sind diese ostdeutschen Karikaturen weitgehend unbekannt. Außerdem gab es bisher nur wenige Versuche der Aufarbeitung ostdeutscher Karikatur und diese wenigen beschränkten sich zumeist auf die Darstellung ihrer Propaganda-Funktion in der DDR und auf das Thema Zensur.
Das 1975 als nationale Karikaturensammlung der DDR eingerichtete Satiricum Greiz hat bis 1990 ca. 10.000 Blätter zusammengetragen und verfügt damit über einen großen Bilderfundus zur DDR-Zeitgeschichte. Es ist heute eine eigenständige Abteilung des Sommerpalais Greiz. Betreut und koordiniert wurde das Vorhaben durch die ostdeutsche Cartoon- und Ausstellungsagentur CartoonCommerz Ni&Co. Weitere Partner waren das Zeitgeschichtliche Forum in Leipzig und das Haus der Geschichte in Bonn.

Künstlerische Leitung: Dr. Hans-Joachim Neyer
Künstler/innen: Zeichnerinnen und Zeichner der ostdeutschen Satirezeitschrift "Eulenspiegel"

Kon­takt

Wilhelm-Busch-Museum Hannover

Dr. Hans-Joachim Neyer

neyer@wilhelm-busch-museum.de