Die U-Bahnlinie 18 zwischen Essen und Mülheim und mit ihr der U-Bahnhof "Eichbaum" markierten vor dreißig Jahren den Aufbruch in ein neues, mobiles Ruhrgebiet. Heute ist der Bahnhof ein Un-Ort, das Emblem einer verlorenen Utopie.
Zentral an der Haltestelle fand die Theaterarbeit statt: Dort wurde eine "Opernbauhütte" eingerichtet, die zugleich Büro und Werkstatt der Künstler, Bühne, Labor, Info-Kiosk, Treffpunkt und sichtbares Zeichen der Veränderung war. Aus der Problematik des Ortes entwickelte das Projekt ein spartenübergreifendes Musik- und Sprechtheaterstück, in dem sich das topographische und das biographische Material - die Geschichten der Anwohner - mit den Kompositionen der Künstler vor Ort zu einer neuen Einheit fügten. In beständigem Austausch mit Institutionen, Vereinen, Schulen und Einrichtungen im Stadtteil verband sich die Arbeit aller Beteiligten vor und mit dem Ort zu einem Prozess, der in der Opernaufführung wie auch der künstlerischen Transformation der Haltestelle mündete. So entstand ein wechselseitiger Diskurs über den Ort und seine Potentiale, über die Möglichkeiten von Kunst und speziell von Oper an diesem Ort.

Kon­takt

Michael Schulz
Intendant

Musiktheater im Revier

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