Nachdenken über Europa bedeutet für das Theater Essen auch Nachdenken über das Ruhrgebiet und die großen Migrations-Bewegungen, die diese Region bis heute prägen. Ausgehend von der Stadt Essen führte es eine Recherche darüber durch, was Europa in der heutigen Zeit bedeutet. Leitthemen dabei waren die christlichen Kardinalstugenden "Glaube, Liebe, Hoffnung", die aus Sicht der Projektverantwortlichen für europäische Überzeugungen und Traditionen stehen. Dabei sollten die Erfahrungen von Menschen gesammelt und auf die Bühne gebracht werden, die im Ruhrgebiet eine neue Heimat gefunden haben. Zum Thema "Glaube" wurden Gläubige unterschiedlicher Religionen aus Essen und Umgebung gesucht, die auf der Bühne erzählten, woran sie glauben. "Liebe" ist als eine Fortsetzung des Projektes "Homestories" angedacht: Jugendliche mit unterschiedlichem Migrations-Hintergrund sollten zusammen mit dem Altenclub des Schauspiels in einem gemeinsamen Theaterabend über Gefühle und unterschiedliche Perspektiven reden. "Hoffnung" schließlich suchte beispielhafte Ereignisse und Persönlichkeiten einer Region, die sich aufgrund des Strukturwandels immer wieder neu erfinden muss.

Premieren: "Glaube" 27. Januar 2007, "Liebe" 16. März 2007, "Hoffnung" 29. April 2007

Die Stadt und das Thea­ter

Ein Artikel von Elena Philipp über die Inszenierung „Liebe“ im Schauspiel Essen und „Mitesser“ im Schlosstheater Moers

Die Stadt und das Theater

Kon­takt

Thomas Laue
Chefdramaturg

Schauspiel Essen

Theater und Philharmonie Essen GmbH

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45127 Essen

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