Im wirtschaftlichen Aufschwung der 1960er Jahre warb Deutschland verstärkt Arbeitskräfte aus dem Ausland an; bereits in den 70er Jahren stellte die Gruppe der „Gastarbeiter“ etwa ein Viertel aller Kumpel.

Das Theater Dortmund ging mit seinem Projekt ‚Heimat unter Erde‘ der Frage nach, ob diese multikulturelle Arbeitsgemeinschaft unter Tage Bindungskräfte entwickeln konnte, die das Zusammenleben der Kulturen auch über Tage veränderten: Wie wirkt sich die damalige Solidarität der Kumpel auf die Jungen der heutigen dritten Generation aus? Und: Wodurch unterscheiden sich die Hoffnungen und Perspektiven der jungen Generation von denen ihrer Vorväter?

Im Fokus der umfangreichen Recherche standen Interviews, die Jugendliche und ehemalige Kumpels nach ihren Erfahrungen über und unter Tage befragen. Die Ergebnisse dieser Arbeit flossen in die Inszenierung ein, die am Beispiel eines Grubenunglücks ihre Spielebenen und Zeitschichtungen entwickelte. Bergmannskapellen und türkische Kulturvereine wurden ebenso in die Arbeit eingebunden wie Schauspieler des Ensembles.

Kon­takt

Kay Voges
Schauspieldirektor

Theater Dortmund

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