Die Kulturstiftung des Bundes und die Staatlichen Museen zu Berlin starten gemeinsam lab.Bode – Initiative zur Stärkung der Vermittlungsarbeit in Museen. Mit einem Vermittlungslabor am Bode-Museum in Berlin und einem bundesweit wirksamen Volontärsprogramm an 23 weiteren Einrichtungen soll gezeigt werden, was Vermittlungsarbeit an Museen auszeichnet und was sie bewirken kann. Die zweiteilige Initiative soll Veränderungsprozesse in den Museen selbst anstoßen, die geeignet sind, insbesondere junge Menschen anzusprechen.
 

Vermittlungslabor Bode-Museum

Im Bode-Museum der Staatlichen Museen zu Berlin wurde dafür modellhaft ein Vermittlungslabor eingerichtet, das über mehrere Jahre mit neun ausgewählten Berliner Schulen zusammenarbeitet. Das Bode-Museum ist aufgrund seiner kunsthistorisch außerordentlich bedeutsamen Sammlung ein international renommierter Ort, der einem jüngeren Publikum allerdings wenig vertraut und sehr voraussetzungsvoll scheint. In Anbetracht dessen sollen Aufgaben der Vermittlung im Bode-Museum künftig in alle Arbeitsabläufe wirksam integriert werden – von der Pforte über die Kurator/innen bis zum Direktorium. Die Erfahrungen und Ergebnisse aus diesem bis 2020 laufenden Modellprojekt am Bode-Museum sollen in Gestalt von Prototypen übertragbar aufbereitet werden und später allen Museen und Vermittler/innen in Deutschland zur Verfügung stehen. Bis Juni 2016 konnten sich Schulen bewerben, um zu festen Partnerschulen das Labors zu werden.

    • Athene Grundschule (Steglitz-Zehlendorf)
    • Grunewald – Grundschule (Charlottenburg-Wilmersdorf)
    • Herder-Gymnasium (Charlottenburg-Wilmersdorf)
    • Thomas-Mann-Gymnasium (Reinickendorf)
    • Barnim-Gymnasium (Lichtenberg)
    • Sophie-Brahe-Schule (Gemeinschaftsschule, Treptow-Köpenick)
    • Traven Gemeinschaftsschule (Spandau)
    • Schule am Rathaus (Integrierte Sekundarschule, Lichtenberg)
    • Gustav-Langenscheidt-Schule (Integrierte Sekundarschule, Tempelhof-Schöneberg)
Film zu lab.Bode: Wir bringen Bewegung ins Museum

Wissenschaftliche Volontariate im Bereich Vermittlung

Als zweites Modul der Initiative fördert die Kulturstiftung des Bundes 23 wissenschaftliche Volontariate im Bereich Vermittlung. Die Volontäre arbeiten an der Entwicklung der Prototypen im Labor mit und können einzelne Formate im Rahmen eines Projekts in ihre Museen übertragen, wofür lab.Bode ein eigenes Produktionsbudget stellt. Für die Volontär/innen wird zudem ein umfassendes Weiterbildungsprogramm entwickelt. Im Zusammenwirken beider Module sollte sich modellhaft eine zukunftsfähige Vermittlungsarbeit in Museen abzeichnen.

Für das Volontärsprogramm konnten sich Museen mit Sammlungsschwerpunkt Kunst deutschlandweit bewerben, die der Vermittlungsarbeit in ihrem Haus langfristig einen höheren Stellenwert einräumen wollen und eine Stelle für ein wissenschaftliches Volontariat im Bereich Vermittlung einrichten. Über die Auswahl der Museen entscheidet eine unabhängige Fachjury.

    • Lindenau-Museum Altenburg
    • Städtische Galerie im Lenbachhaus München
    • Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern
    • Museum Abteiberg Mönchengladbach
    • Staatliche Kunstsammlungen Dresden
    • Museum Ulm
    • Kunsthalle Bremen
    • Kunstmuseum Stuttgart
    • Museum für Gegenwartskunst Siegen
    • Neues Museum – Staatliches Museum für Kunst und Design, Nürnberg
    • Kunsthalle Mannheim
    • Focke Museum, Bremen
    • Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
    • Historisches Museum Frankfurt
    • Jüdisches Museum Frankfurt
    • Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen, Magdeburg
    • Kunstmuseum Villa Zanders, Bergisch Gladbach
    • MEWO Kunsthalle, Memmingen
    • Berlinische Galerie
    • Brücke-Museum, Berlin
    • Landesmuseum Württemberg, Stuttgart
    • Museum Folkwang, Essen
    • Museum Ludwig, Köln
  • Dr. Gabriele Uelsberg, Direktorin des LVR – LandesMuseum Bonn, Vorstandsmitglied Deutscher Museumsbund e.V.

    Dr. Hermann Arnhold, Direktor des LWL-Museum für Kunst und Kultur

    Claudia Ehgartner, Leiterin Kunstvermittlung, mumok Museum moderner Kunst, Stiftung Ludwig Wien

Begleitveranstaltungen

Ziel der Initiative ist es zudem, den fachlichen Austausch über aktuelle, auch internationale neue Ansätze, Theorien und Perspektiven der Vermittlungsarbeit an Museen zu befördern. Museumsdirektor/innen, Vermittler/innen sowie Schulvertreter/innen, Künstler/innen und Studierende sind daher zu öffentlichen Veranstaltungen und Weiterbildungen im Vermittlungslabor eingeladen. Das Diskursprogramm startete im Mai 2017 mit dem Set #1: Räume, im November 2017 folgten Set #2: Partizipation und im Mai 2018 Set #3: Dissens. Im September 2018 wurde das Set #4: Visionen durchgeführt und am 22. Januar 2019 startete das Set #5: Dialog. Das Set #6: Kollaborationen begann am 23. April 2019, Set #7:Outreach am 25. September 2019. Das aktuelle Set #8: Diversität beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Diversität als diskriminierungskritische Praxis institutionell verankern lässt und beginnt am 28. Januar 2020.

Die Initiative wird in Kooperation mit den Staatlichen Museen zu Berlin durchgeführt. Kooperationspartner des bundesweiten Volontärsprogramms sind der Deutsche Museumsbund e.V. und die Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel.  

Die Kulturstiftung des Bundes fördert lab.Bode in den Jahren 2016 bis 2020 mit insgesamt 5,6 Mio. Euro.

lab.Bode hat eine eigene Website mit Infos zu Programm und Veranstaltungen sowie einer stetig wachsenden Materialsammlung.

www.lab-bode.de

  • Termine

    26.05.2020

    Let’s talk about sex – Teaching contemporary sex education using historical objects at the British Museum

    Vortrag von Melany Rose und Chloe Cooper (British Museum), im Anschluss öffentliche Diskussion - auf Englisch mit Übersetzung

    Bode Museum | Berlin

    22.04.2020

    Diversitätsorientierte Organisationsentwicklung. Museum und Veränderung – geht das?

    Vortrag von Miriam Camara (akoma), im Anschluss öffentliche Diskussion

    Bode Museum | Berlin

    19.03.2020

    Dilemmata navigieren – Lernen zu Diskriminierung in heterogenen Gruppen

    Veranstaltung mit Vivien Laumann und Andreas Hechler (dissens - Institut für Bildung und Forschung)

    Bode Museum | Berlin

    13.02.2020

    Rassismus- und machtkritische Perspektiven für die Kulturelle Bildung: Reflexion und Handlungsoptionen

    Veranstaltung mit Lucía Muriel und Tahir Della (glokal e.V.)

    Bode Museum | Berlin

    28.01.2020

    Diversität als diskriminierungskritische Praxis

    Vortrag von Sandrine Micossé-Aikins (Diversity Arts Culture), im Anschluss öffentliche Diskussion

    Bode Museum | Berlin

    05.12. –
    06.12.2019

    Wozu Kooperationen? Das lernende Museum

    Workshop mit Ayşe Güleç, Aktivistin und Kulturarbeiterin für Anti-Rassismus, Kunstvermittlung und Communityarbeit / begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich unter: labbode@smb.spk-berlin.de / aufgrund hoher Nachfrage Zusatztermin am 6.12.

    Bode Museum | Berlin

    06.11.2019

    Cultural mediation challenged by social practice

    Vortrag und Diskussion mit Yana Klichuk, Manifesta (auf Englisch mit Übersetzung)

    Bode Museum | Berlin

    23.10.2019

    Participation or shared authority? Studies on and experiences with outreach and communities in Argentina

    Vortrag und Diskussion mit Mirta Amati, Universidad Nacional Arturo Jauretche und Universidad de Buenos Aires (auf Spanisch mit Übersetzung)

    Bode Museum | Berlin

    25.09.2019

    Outreach – Consequences – Courage

    Vortrag und Diskussion mit Christian Greco, Direktor des Museo Egizio (Turin)

    Bode Museum | Berlin

    20.06.2019

    Das radikaldemokratische Museum

    Vortrag und Diskussion mit Nora Sternfeld, Kunsthochschule Kassel. Kostenfrei, keine Anmeldung erforderlich.

    Bode Museum | Berlin

Kon­takt

Teresa Darian
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Franckeplatz 2 
06110 Halle (Saale) 
Tel.: 49 (0)345 2997 162 
Fax.: 49 (0)345 2997 333 
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Dr. Sandra Soltau
Kaufmännische Projektleitung

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