Das Münchner Bahnhofsviertel ist ein Zentrum urbanen Lebens und Knotenpunkt unterschiedlichster Wanderströme und Migrationsbewegungen: Hier kreuzen und überlagern sich die Routen von Pendlern, Flüchtlingen, Touristen und Geschäftsreisenden.
Das dreiwöchige Festival hat rund um den Hauptbahnhof die Reisenden mit den hier ansässigen Einwohnern in Kontakt gebracht und dabei nach den Bedingungen und Möglichkeiten einer ‚idealen‘ Gesellschaft gesucht, deren Mitglieder – unabhängig von Herkunft, Status und Religion – solidarisch und respektvoll miteinander umgehen.
Ein Festivalzentrum vor Ort diente dem künstlerischen Austausch und als Bühne für verschiedene Veranstaltungen, darunter ein Tanztheaterprojekt, das die Problematik der Drogenabhängigkeit im Bahnhofsviertel thematisierte. Eine Straßenoper zeichnete das Zerrbild eines zugespitzten Kampfes der Kulturen, ein Dokumentartheaterstück befasste sich mit den „Gastarbeitern“, die in den 1960er und 70er Jahren am Münchner Hauptbahnhof anreisten, und inszenierte Führungen durch das Stadtteil wiesen auf Orte hin, die von der fortschreitenden Gentrifizierung bedroht sind.
Im Zusammenspiel von Ensemble, Künstlern vor Ort und Bewohnern des Bahnhofsviertels wollten die Münchner Kammerspiele mit ihrem Projekt diesen Transitraum künstlerisch beleben.

Kon­takt

Christiane Schneider
Künstlerische Referentin

Münchner Kammerspiele

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