„Postkult“ – so hieß das Festival, das 2007 Hallenser Student/innen in einem ehemaligen Postamt veranstalteten. Obwohl sich herausstellte, dass nach dem Festival der Ort nicht mehr für Kulturveranstaltungen genutzt werden durfte – der Verein hatte viel Arbeitskraft in die Herrichtung der Räume investiert –, hatte sich das Engagement gelohnt: Öffentliche Resonanz und Gemeinschaftserlebnis des Projektes waren so stark, dass die Studenten beschlossen weiterzumachen und mit ihrem Verein das aufwändige Konzept des kulturellen Nomadentums und der Zwischennutzung zum Prinzip zu erheben.
2008 wurden an wechselnden Orten in Halle ein Festival und internationale Workcamps realisiert, bis schließlich die Mitglieder ihr Aktionsfeld bewusst auf die südliche Innenstadt Halles begrenzten. Dieses Gebiet war auch im Rahmen der IBA als Entwicklungsgebiet identifiziert worden. Seither betreibt Postkult e.V. kulturelle kommunikative Stadtentwicklung und arbeitet eng mit Hauseigentümern und Anwohnern zusammen. Ein Stadtteilgarten, ein Umsonstladen und temporäre Kunstorte gehören zum festen Programm des Vereins. Zu seinen Zielen zählen die Bespielung von Brachen und Leerständen sowie die Aufwertung des Quartiers. Über einen Zeitraum von zwei Jahren veranstaltet der Verein derzeit verschiedene Kleinprojekte – von einem Audiospaziergang durch ein leerstehendes Haus bis zur temporären Installation auf einer Verkehrsinsel, die in den kommenden Jahren durch die Stadt umgestaltet werden soll. Postkult e.V. regt so die (Mit-)Bewohner/innen des Quartiers zur aktiven und kreativen Gestaltung ihres Lebensraumes an.
 

Kon­takt

Annekathrin Albrecht
Postkult e.V.

Liebenauer Straße 169

06110 Halle

Tel.: +49 (0)345 47 82 409

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