Madgeburg, zu DDR-Zeiten ein Zentrum des Schwermaschinenbaus, ist heute eine schrumpfende Stadt, in der abgewanderte Unternehmen brachliegende Fabrikationsanlagen zurückließen. Und viele Einwohner kehrten auf ihrer Suche nach Arbeit der Stadt den Rücken. Auf diese Situation bezog sich das "projekt mögliche welten": Das Team des Theater Magdeburg suchte verschiedene Orte der Stadt auf - ein Wohnheim, eine Kleingartenkolonie, einen Jugendclub: Reale Orte, die für die Bewohner unspektakuläre Normalität sind, wurden neu als "mögliche Welten" eines guten Lebens inszeniert. In der Zusammenarbeit von Schauspielern und Laien stellte sich das Theater im künstlerischen Prozess den drängenden sozialen Fragen der urbanen Wirklichkeit Magdeburgs. In der Begegnung von Kunst und Wirklichkeit zeigte es das Fremde im Alltäglichen, das Vertraute im Fremden auf. Über eine "soziale Recherche" hinaus wurden Utopien in Form weiterer "möglicher Welten" entworfen und so die Magdeburger zu sozialer Phantasie und gegenseitiger Wahrnehmung ermutigt.

Kon­takt

Remsi Al Khalisi
Dramaturg

Theater Magdeburg

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