Was geschieht, wenn Arbeitsplätze massenhaft verloren gehen? In der Industriebrache nisten sich Kulturprojekte ein. Ganze Häuser, Wohnungen, Innenhöfe und Hausgärten werden zu künstlerischem Material für die Entwicklung von "schönen Aussichten". Im Zentrum der Kooperation bekannter Figurentheaterschulen aus Berlin, Stuttgart und Minsk mit internationalen Medienkünstlern stand das Erarbeiten einer Vision für eine Straße im ehemaligen Arbeiterviertel Buckau. Theater wurde zum Instrument der Stadtentwicklung, um einen geweiteten Blick auf die mögliche Nutzung von städtischem Raum zu werfen. Die Straße wurde zum Spiel- und Handlungsort. Hier standen einander die Interessen von Künstlern und Einwohnern gegenüber: Was die einen als Ungewissheit und Zusammenbruch empfinden, wird den anderen zur notwendigen Freiheit. Aus der Recherche nach den biografischen Umbrüchen der Einwohner entstand eine ungewöhnliche Verbindung von Figurentheater mit den urbanistischen Interventionsstrategien der freien Kunst. Das Projekt stellte den Auftakt für das 7. Internationale Figurentheaterfestival in Magdeburg dar.

Kon­takt

Michael Kempchen
Intendant

Puppentheater Magdeburg

Warschauer Straße 25

39104 Magdeburg

Tel.: +49 (0)391 5403310

Michael.kempchen@ptheater.magdeburg.de

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