Das Projekt "Schwarzbank: Kohle für alle" wollte zur spielerischen Auseinandersetzung mit den Themen Geld und Ökonomie, Armut und Reichtum in Oberhausen anregen – einer der am höchsten verschuldeten Städte Deutschlands, die dringend Geld benötigt.
Im März 2012 gründeten das Theater Oberhausen und die Geheimagentur eine Bank, mit der sie eine neue Währung in der Stadt ausbrachten. Als Vorbild und Partner diente ihnen die Banca Palmas, die 1998 im brasilianischen Palmeira eine eigene, nur vor Ort gültige Währung einführte, welche seither zu den erfolgreichsten Modellen für Regionalwährungen zählt. Komplementäre Währungseinheiten dieser Art werden weltweit in vielen von Armut betroffenen Kommunen effektiv dazu eingesetzt, Zahlungsmittel in einem bestimmten Netzwerk zu halten und damit die Abwanderung der Kaufkraft zu verhindern.
In einem Container vor dem Theater Oberhausen wurde die vorläufige Bankzentrale untergebracht. Hier bewarb sie das neue Geld und brachte es in Umlauf. Nach etwa zwei Wochen wurden alle Menschen und Institutionen Oberhausens, die bereits mit der neuen Währung handelten, ins Theater eingeladen, um gemeinsam über die Zukunft der neuen Währung zu entscheiden.

Leitung des Projekts: geheimagentur
Dramaturgie: Hannah Schwegler und Rüdiger Bering
 

Kon­takt

Peter Carp
Intendant

Theater Oberhausen

Will-Quadflieg-Platz 1

46045 Oberhausen

Tel.: +49 (0)208 – 85 78 101

schaeper@theater-oberhausen.de

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