Das Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz - Pilotprojekt Tanzplan Berlin (HZT) wurde 2006 eingerichtet mit dem Ziel, eine qualifizierte Hochschulausbildung im Bereich des zeitgenössischen Tanzes aufzubauen. Unter der Federführung des Berliner Senats kooperierten die Universität der Künste Berlin und die Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" über ihren Vertragspartner TanzRaumBerlin GmbH erstmals eng mit der professionellen Tanzszene an Planung und Umsetzung.
Zusätzlich arbeitet das HZT mit dem Zentrum für Bewegungsforschung der FU Berlin und dem Projekt TanzZeit - Zeit für Tanz in Schulen zusammen. Durch dieses langfristig angelegte Kooperationsnetz wird eine enge Zusammenarbeit zwischen Ausbildung und professionellem Berufsfeld am HZT ermöglicht. Zukunftsweisend ist auch die experimentelle Ausrichtung der angebotenen Studiengänge, die künstlerische Ausbildung, wissenschaftliche Propädeutik und berufspraktische Begleitung verbindet - je nach Studiengang in unterschiedlicher Schwerpunktsetzung. Die kreative und kritische Verhandlung dessen, was Tanz, Performance, Choreografie als Kunstform in den und für die heutigen Gesellschaften sein kann, bildet die Grundlage für die Arbeit des HZT.

Die vierjährige Pilotphase des Projektes vom Mai 2006 bis März 2010 diente einerseits dem Aufbau des Zentrums selbst, andererseits dem Entwickeln und Erproben von innovativen Studiengängen für zeitgenössischen Tanz, Performance und Choreografie.
Mittlerweile wurden drei Studiengänge am HZT eingerichtet: Seit April 2007 läuft der Bachelorstudiengang "Zeitgenössischer Tanz, Kontext, Choreografie", seit Oktober 2007 der Masterstudiengang "Solo / Dance / Authorship - SODA" und im Oktober 2008 startete der Masterstudiengang "Choreografie".

Das Konzept der Verbindung von Ausbildung und künstlerischer Forschung, von Hochschule und professioneller Praxis gilt sowohl für die Studiengänge als auch für das Zentrum selbst. Über den Studienbetrieb hinaus befasst sich das HZT mit dem Aufbau verschiedener Plattformen für Forschung und Publikation sowie einer öffentlichen Mediathek. Der Ausbau kooperierender Netzwerke, die Etablierung von Konferenz- und Festival-Formaten, regelmäßige Künstlerresidenzen und ein verstärkter internationaler Austausch sind weitere thematische Schwerpunkte des Zentrums.

Wie geht es weiter?

Das HZT wurde in die Berliner Hochschulverträge 2010-13 aufgenommen, wodurch seine Finanzierung weitgehend gesichert werden konnte; 2010/11 erhält es mit den Mitteln aus dem Masterplan Ausbildungsoffensive für den Aufbau neuer Studienplätze jährlich 1,15 Millionen Euro. Nach der Erprobung der Studiengänge mit je einer Gruppe Studierender hat das HZT nun einen regulären Studienbetrieb mit jährlicher Aufnahme aufgenommen. Bis Ende 2012 wird die volle Studienkapazität mit mehr als 70 Studierenden in den drei Studiengängen erreicht sein.

(Stand: Mai 2011)

Tanz­plan Deutsch­land

Tanzplan Berlin war ein Teilprojekt des Tanzplan Deutschland im Bereich der Ausbildungsprojekte. Tanzplan Deutschland entwickelte und koordinierte im Rahmen der Spitzenförderung von Kunst und Kultur nachhaltige Maßnahmen für den Tanz.

Mehr über Tanzplan Deutschland

Kon­takt

Eva-Maria Hoerster
Universität der Künste Berlin

Einsteinufer 43-53

10595 Berlin

Tel.: +49 (0)30 3185 2902

www.udk-berlin.de/tanz