Tanzlabor_21 widmete sich der professionellen Ausbildung und verband alle tanzrelevanten Institutionen der Rhein-Main Region. Mit der Gründung neuer Studiengänge wurde der Praxisbezug der Tanzausbildung verstärkt. Seit WS 07/08 gab es an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) den neuen Masterstudiengang Zeitgenössische Tanzpädagogik sowie eine Professur für Zeitgenössische Tanzpädagogik (Prof. Kurt Koegel). Zum WS 08/09 begann mit der Schaffung einer Professur für Tanzwissenschaft auch der neue Masterstudiengang Choreografie und Performance (Prof. Dr. Gerald Siegmund) am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Universität Gießen (ATW) in Kooperation mit dem Ausbildungsbereich Zeitgenössischer und Klassischer Tanz (ZuKT) der HfMDK Frankfurt. Teil der praktischen und theoretischen Wissensvermittlung waren ebenfalls Masterclasses mit international renommierten Künstlern (z.B. Cesc Gelabert, Ginette Laurin, Chris Haring, John Jasperse, Xavier Le Roy, Sol Pico, Richard Siegal, Helena Waldmann) und die talkARTS - Gespräche im Anschluss an Gastspiele renommierter Choreografen im Künstlerhaus Mousonturm.

Ergänzt wurden diese Angebote durch ein tägliches professionelles Tanztraining im Mousonturm Frankfurt, die Arbeit in Projektensembles mit Tanz-Absolventen und ein biennales internationales Sommerlabor, das Ergebnisse des Tanzlabor_21 präsentierte. Ein Artists in Residence-Programm unterstützte darüber hinaus junge Künstler bei ihren Recherchen und erweiterte bestehende Verbindungen zur internationalen Tanzszene.

Ebenfalls Teil des Tanzlabor_21 waren verschiedene "Tanz in Schulen-Projekte", die bisher erfolgreich in Frankfurt, Darmstadt und Offenbach realisiert wurden; ein Pilot-Projekt "Tanz als Unterrichtsfach" ist 2008 in Frankfurt erfolgreich gestartet.

Das Koordinationsbüro, angegliedert an das Künstlerhaus Mousonturm, bündelte die am Tanzplan Frankfurt beteiligten Institutionen, Produktionsgruppen, Schulen und Aktivitäten und übernahm die Presse- und Kommunikationsarbeit für das Projekt.

Partner von Tanzlabor_21 waren: die Hessische Theaterakademie, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, das Institut für Theater-, Film und Medienwissenschaft der Universität Frankfurt und das Dezernat Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main.

Wie geht es weiter?

Stadt und Land fördern Tanzlabor_21 in gleicher Höhe weiter. Neu dazugekommen ist eine auf fünf Jahre angelegte Förderung des Kulturfonds Frankfurt_Rhein_Main und eine regionale Stiftungsallianz. Die so gesicherte Gesamtförderung von jährlich 560.000 Euro liegt damit noch über dem bisherigen Tanzplan-Budget. Die durch Tanzplan initiierten neuen MA-Studiengänge werden von den Hochschulen in Frankfurt und Gießen ebenfalls weiter getragen. Damit können in Frankfurt alle Projektbestandteile erhalten und weiter ausgebaut werden.

(Stand: März 2011)

Tanz­plan Deutsch­land

Tanzlabor_21 war ein Teilprojekt des Tanzplan Deutschland. Dieser entwickelte und koordinierte im Rahmen der Spitzenförderung von Kunst und Kultur nachhaltige Maßnahmen für den Tanz.

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Kon­takt

Melanie Franzen
TANZLABOR_21

c/o Künstlerhaus Mousonturm

Waldschmidtstr. 4

60316 Frankfurt am Main

Tel.: +49 (0)69 405 895 62

www.tanzlabor21.de