Die Sehnsucht nach einem besseren Leben, die seit dem 19. Jahrhundert Millionen von Menschen auf dem Weg ihrer Auswanderung durch Bremerhaven geführt hat, war Thema des Projektes „Verzögerte Heimkehr“, das sich mit der Frage beschäftigte, welche Sehnsüchte die heutigen Bremerhavener leiten.

Hauptspielort der Inszenierung war das seit Jahren leerstehende Nordsee-Hotel vis-a-vis dem Stadttheater, wo der Zuschauer erlebte, was ihm im Alltag zumeist verborgen bleibt. Er ‚reiste‘ durch verschiedene Hotelzimmer, die jeweils eine eigene Lebensgeschichte offenbarten: Im geschützten Halbprivaten erzählten Bremerhavener von ihren Sehnsüchten und traten allmählich in einen intensiven Dialog mit dem Zuschauer ein.

Anschließend führte die Reise den Besucher an einen ihm unbekannten Ort – eine Privatwohnung oder WG, ein türkisches Männercafé oder Seemannsheim, eine Karaoke-Bar oder die Kantine der Hafenarbeiter, wo er auf die Darsteller aus dem Hotel und auf die Figuren ihrer Biografien in ihrem alltäglichen Lebensumfeld traf. Hier konnte der Besucher entscheiden, ob und wie sehr er in dieses reale Setting eintauchen – oder die Situation lediglich betrachten wollte: als Realität oder inszenierte Geschichte.

Kon­takt

Ulrich Mokrusch
Intendant

Natalie Driemeyer

Dramaturgin

Stadttheater Bremerhaven

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