Der deutsche Theologe Johannes Lepsius gründete das Armenische Hilfswerk und gilt als der "Schutzengel der Armenier". Als im Jahre 1915 die Verfolgungen und Massaker der Türken an der armenischen Bevölkerung der Türkei in einen Völkermord umschlugen, reiste Lepsius in die Türkei, sammelte Zeugenaussagen und Dokumente und veröffentlichte schließlich in Deutschland die Dokumentation "Der Todesgang des armenischen Volkes", die wenig später verboten wurde. Anlässlich seines 150. Geburtstages im Jahr 2008 entstanden ein Dokumentarfilm und eine Videoinstallation über Lepsius' Leben. Der Film begibt sich auf die Spuren der Vergangenheit, indem er u.a. der Route der Todesmärsche der Armenier durch die Türkei und die Syrische Wüste folgt. Er beleuchtet aber auch die aktuelle Lage der Armenier in der heutigen Türkei. Der Dokumentarfilm und die Videoinstallation wurden in Kinos und internationalen Kulturinstitutionen gezeigt.

Künstlerische Leitung: Merlyn Solakhan
Wissenschaftliche Beratung: Hermann Goltz
Ansprechpartner: Merlyn Solakhan und Manfred Blank


Veranstaltungsdaten und -orte:

Film und audiovisuelle Installation:
ab 28. Juni 2009 Filmmuseum Potsdam; Lepsius-Haus Potsdam; OWZ an der Martin-Luther-Universität zu Halle-Wittenberg; Deutsch-Armenische Gesellschaft Frankfurt am Main; Aktionskunstzentrum Jerewan, Kultur- und Kunstzentrum der Sabanci-Universität Istanbul, Kunstzentrum des Katholikosats von Kilikien, Antelias / Libanon

Filmvorführungen:
Armenische Gemeinden in Berlin, Frankfurt am Main, Köln, München, Bielefeld, Nürnberg, Duisburg, Kehl; Armenischer Kulturverein Hamburg; Deutsche Gemeinde Merano (I), Armenisches Kulturhaus Alfortville (F); Juli 2009 Filmfestival "Golden Apricot" Jerewan / Armenien

Kon­takt

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