Nur wenige Roma-Regisseure sind in der vielfältigen europäischen Filmlandschaft vertreten. Für eine Kultur, die jenseits von Grenzen und Nationen existiert, ist der Zugang zu Strukturen für Produktion, Kommunikation und Förderung von Filmen schwierig.
Das Filmfestival „Cineromani Empowering Roma Filmmakers“ wollte diesen Zustand mit einer doppelten Strategie ändern. Eine umfassende historische Retrospektive im Zeughauskino unternahm den Versuch, eine filmische Roma Narrative nachzuzeichnen. In Zusammenarbeit mit Mitgliedern der International Romani Film Commission (IRFC) präsentierte überdies eine zweitägige Filmschau ausgewählte zeitgenössische audiovisuelle Arbeiten im Collegium Hungaricum Berlin. Arbeiten von bereits bekannten Filmschaffenden wie Toni Gatlif standen hier neben aktuellen Produktionen von jungen Nachwuchstalenten und gaben aktuelle Positionen der Roma-Community wieder.
Zusätzlich zu den öffentlichen Filmvorführungen fanden geschlossene Workshops statt, in denen Experten den jungen Talenten mit nachhaltigen Karrierestrategien zur Seite standen. Künstlerische und thematische Inhalte, die auf dem Cineromani Filmfestival erarbeitet wurden, flossen im Herbst 2013 in den Themenschwerpunkt des Cottbusser Filmfestivals ein.

Künstlerische Leitung: János Can Togay
Projektleiterin: Corinna Erlebach
Projektmitarbeiterin: Anita Gerencsér
Künstler/innen: Katalin Barsony (HU), Hamze Bytyci, Toni Gatlif (FR), Damian James Le Bas (GB), Dejan Markovic (CS), Sami Mustafa (XZ), Judit Stalter (HU), Ivor Stodolsky (FIN/USA)

Le­po­rel­lo als PDF

In einem Leporello finden Sie das ausführliche Programm zur Werkschau im .CHB und zur Retrospektive im Zeughauskino.

Leporello Cineromani

Kon­takt

Collegium Hungaricum Berlin (CHB)

Dorotheenstraße 12

10117 Berlin

www.hungaricum.de