Ausgangspunkt des Festivals war die sowjetische Filmavantgarde und ihr Anspruch, mittels der filmischen Montage die Mechanismen des Wahrnehmungsapparates zu studieren und neue Wahrnehmungsmodelle zu entwickeln. Die Frage nach der Mobilisierung und Manipulation menschlicher Wahrnehmung verbindet das "Kino der Revolution" mit Positionen der Medienkunst und -theorie des 21. Jahrhunderts. Das Festival umfasste neben Installationen, einem Konzert- und Aktionsprogramm, einem Symposium und zwei Seminaren auch ein umfangreiches Filmprogramm, welches neben Klassikern von Sergej Eisenstein und Dziga Vertov auch Filme des legendären Kinozug-Initiators Alexander Medvedkin sowie der Begründerin des Kompilationsfilms Esfir Schub präsentierte. Die Initiatoren banden unterschiedliche Veranstalter und künstlerische Initiativen in Dresden ein wie z.B. die Programmkinos und die Transmedia Akademie, die sich im Kontext zeitgenössischer Kunst u.a. mit elektronischen Sounds und virtuellen Bildern beschäftigt. Die Präsentation wahrnehmungspsychologischer Forschungsprojekte an der TU Dresden und aktueller wissenschaftlicher Untersuchungen zur Wahrnehmungssteuerung (Mood-Management) ergänzten das Programm und verknüpfen Wissenschaft und Kunst in exemplarischer Weise.


Künstlerische Leitung: Nils Werner, Frank Eckhardt
Mitwirkende: Christiane Post, Gruppe Chto Delat (RUS), Thomas Tode, Erwin Stache, Andrej Ujica (RO), Klaus Theweleit, Viola Stephan, Viktor Kossakovsky (RUS), Artavazd Pelehjan (RUS), Wolfgang Mende, Michael Schwarz, Boris M. Velichovsky (RUS/D), Florian Rötzer, Transmedia Akademie Hellerau;

Kon­takt

Kulturverein riesa efau e.V.

Adlergasse 14

01067 Dresden

www.riesa-efau.de