Audiovisuelles Archivmaterial ist für die Realisierung von Dokumentarfilmen eine wichtige Quelle. Doch der kommerzialisierte Zugang zu Archiven, die rasante Entwicklung neuer Technologien und die Debatte um das Urheberrecht stellen die unabhängige künstlerische Arbeit von Dokumentaristen in Frage. Das Genre des Dokumentarfilms verändert sich nachhaltig.
Doku.Arts begegnete diesen aktuellen Entwicklungen mit unterschiedlichen Veranstaltungsformaten. Eine umfassende Werkschau von 22 Filmen aus 17 Ländern – vor allem aus Nordafrika und den arabischen Ländern des Mittelmeerraumes – konzentrierte sich im Jahr 2013 auf Kompilationsfilme und Dokumentarfilme, die mit Archivmaterial arbeiten. Auf einer Fachtagung im Herbst 2014 wurden die Praxis der Archivnutzung, Archivbildung und ästhetische Strategien eines „Kinos aus zweiter Hand“ am Beispiel der Fernseharchive von ARD und ZDF von internationalen Experten diskutiert und europaweit verglichen. Europäische und nordafrikanische Kooperationspartner ermöglichten eine einzigartige Zusammenstellung historischer Besonderheiten aus internationalen Film- und Fernseharchiven.

Künstlerische Leitung: Andreas Lewin
Künstler/innen: Rodney Ascher (USA), Luc Burdon (CA), Mark Cousins (UK), Terence Davis (GB), Zhao Gang (CHN), Palfi György (H), Ben van Lieshout (NL), Maha Maamoun (ET), Ahmed El Maanouni (MA), Betse de Paula und Juliano Salgado (BR), Rania Stephan (ET/F), Gabriele Voss und Christoph Hübner (D) u.a.

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