Der polnische Ort Izbica in der Nähe von Lublin wurde 1941 von der SS zum "Durchgangsghetto" bestimmt. Zehntausende Juden kamen von dort in die Todeslager Majdanek oder Sobibor, tausende ließ die Gestapo vor Ort ermorden. Der Ort besitzt eine erschreckende Besonderheit: das ehemalige Gestapo-Gefängnis wurde während der deutschen Besatzung aus den Grabsteinen des jüdischen Friedhofs errichtet.
Der Dokumentarfilm Izbica - Drehkreuz des Todes begleitete die geplante Rückführung der Grabsteine auf den jüdischen Friedhof von Izbica. Die von Deutschen geschändeten Grabsteine sollen auf würdevolle Weise das Fundament einer neu zu errichtenden Gedenkmauer um den alten jüdischen Friedhof des Ortes bilden. Das bedeutsame Ereignis wurde gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde Polens, der Foundation for the Preservation of the Jewish Heritage und den polnischen Behörden organisiert.

Regisseure: Wolfgang Schoen, Frank Gutermuth

Sendeanstalt: Südwestrundfunk
Sendezeitraum: Ausstrahlung am 14. August 2007, 22.45 Uhr in der ARD

Kon­takt

Tvschoenfilm-W.Schoen & H.Hillesheim Gbr

Im Pruefling 59

60389 Frankfurt am Main