Mehr als zwei Drittel aller in Deutschland produzierten Stummfilme und zahlreiche frühe Tonfilme gelten als verschollen. Damit ist ein wesentlicher Teil des visuellen Erbes für das kulturelle Gedächtnis verloren. Das Projekt der Deutschen Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen hat sich deshalb zur Aufgabe gemacht, einige dieser "Verschollenen Filme" wieder sichtbar zu machen - über internationale Kooperationen und via Internet. Ziel ist es, gemeinsam mit anderen europäischen Kinematheken und Archiven eine Auswahl solcher verschollenen Filme anhand von Fotos, Plakaten, Drehbüchern und weiteren noch existierenden Materialien im World Wide Web zu rekonstruieren. Soweit vorhanden, sind auch Fragmente dieser Filme auf der entstehenden Homepage www.lost-films.eu zu sehen. Archivare und interessierte Forscher erhalten zudem die Gelegenheit, die Sammlungen zu kommentieren und zu ergänzen. Die Ergebnisse des als Webpublikation angelegten Projekts "Verschollene Filme" werden seit Ende 2008 präsentiert.

Wissenschaftliche Leitung: Jürgen Keiper
Beteiligte Archive: Bundesarchiv-Filmarchiv Berlin, Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung Wiesbaden, Centre national de la cinématographie CNC (F), Direction du patrimoine cinémathographie Paris (F), Filmarchiv Austria Wien (A), Národní Filmový Prag (CZ)

Die Web­site "Lost Films"

bietet die Möglichkeit, verschollene Filme zu recherchieren oder zu ihrer Aufbereitung und Archivierung beizutragen.

www.lost-films.eu

Kon­takt

Stiftung Deutsche Kinemathek

Potsdamer Straße 2

10785 Berlin

www.deutsche-kinemathek.de