METAhub Frankfurt

Museums, Education, Theatre, Arts – Kultur im digitalen und städtischen Raum - gefördert im Fonds Digital

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"Mapping Memories": Pop-up-Event und Launch der Online-Plattform METAhub

Der Frankfurter Börneplatz, die angrenzenden Quartiere und vor allem die dortige Synagoge waren pulsierender Ort des jüdischen Lebens, bedeutsam für die Stadtgesellschaft und die gesamte Republik. 1882 eröffnet wurde die Synagoge in der Reichspogromnacht am 10. November 1938 brutal zerstört. Das Pop-up-Event “Mapping Memories” macht mit Performances, Führungen, Diskussionen und insbesondere auch digitalen Formaten den Börneplatz mit seiner jüdischen Geschichte zum Ort einer lebendigen Auseinandersetzung: Wie wollen wir heute erinnern, wie an und mit Orten des Gedenkens leben? Die Frage, welche und wessen Geschichte dort erzählt wird und welche Leerstellen bleiben steht dabei ebenso im Zentrum wie die Bedeutung der erhaltenen architektonischen Zeugnisse der zerstörten Synagoge. Vom 9. bis 12. September 2021 in Frankfurt am Main und digital.

Projektbeschreibung

Die Stadt Frankfurt am Main verfügt über ein vielschichtiges kulturelles Erbe: von jungsteinzeitlichen Siedlungen über römische Niederlassungen bis zum europaweit bekannten Zentrum jüdischen Lebens. METAhub Frankfurt macht diese Geschichte mit innovativen digitalen Formaten und im Wechselspiel mit künstlerischen Inszenierungen und Interventionen erfahrbar. Dazu entwickeln das Archäologische Museum und das Jüdische Museum Frankfurt die Online-Plattform MEAThub und eine App mit Augmented-Reality-Visualisierungen.

Originalschauplätze erleben mit digitalen Formaten

Mit der App können Nutzerinnen und Nutzer auf ihren Smartphones Originalschauplätze der Stadtgeschichte entdecken, die heute physisch nicht mehr existieren. Für den Projektstart wurden zunächst drei Orte ausgewählt: die frühneuzeitliche Judengasse, die Börneplatzsynagoge und die frühmittelalterliche Kaiserpfalz franconofurd. Im weiteren Verlauf sollen weitere Orte und Objekte hinzukommen, denn die neu entwickelten digitalen Formate stehen für die Nutzung an anderen Orten zur Verfügung. In Kooperation mit der Max Dienemann/Salomon Formstecher Gesellschaft sollen so ab 2022 auch drei Schauplätze jüdischer Geschichte in der Offenbacher Innenstadt digital erlebbar gemacht werden.

Performance- und Medienkunst als kritische künstlerische Begleitung

Begleitend zu den digitalen Anwendungen schreibt der dritte Verbundpartner, das Künstlerhaus Mousonturm, in Kooperation mit dem Digitalen Partner NODE – Verein zur Förderung Digitaler Kultur e.V. Residenzen für Performance- und Medienkünstlerinnen aus, die das Projekt mit künstlerisch-experimentellen Apps, Multimedia-Performances oder Interventionen im Stadtraum kommentieren. Die Verbundpartner erhoffen sich hier ebenso technikversierte wie kritische künstlerische Beiträge zu Fragestellungen der Museumsarbeit und Erinnerungskultur. Mousonturm bringt zudem seine bisherige Erfahrung mit innovativen Performance-Projekten ein, die den digitalen Raum einbeziehen und Fragen gesellschaftlicher Zugänglichkeit, Teilhabe und Verantwortung reflektieren. Das Künstlerhaus sieht seine Rolle als Verstärker und Vermittler der durch die Digitalisierung und Öffnung der Archive entstehenden öffentlichen Debatten.

Veranstaltungen, Forschungslabore und Bildungsangebote zur Stadtgeschichte

Coderinnen, Künstler, Wissenschaftlerinnen und Architekten entwickeln in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern Forschungslabore, Workshops und weitere Veranstaltungsformate, welche die Stadtgesellschaft zu einer Auseinandersetzung mit ihrer Stadtgeschichte anregen und das Bewusstsein um die Bedeutung lokaler jüdischer Kultur stärken. In Zusammenarbeit mit u.a. dem Institut für Medienpädagogik und Kommunikation Hessen entstehen begleitend offene Bildungsangebote.

Ein Verbundprojekt des Jüdischen Museum Frankfurt, des Archäologischen Museum Frankfurt und des Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt/Main). Digitaler Partner: NODE – Verein zur Förderung Digitaler Kultur e.V.
Gefördert im Fonds Digital mit bis zu 1.040.000 Euro. (Zusätzlich gefördert mit bis zu 380.000 Euro vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain.)

METAhub Frankfurt: Die Online-Plattform

Kultur im digitalen und öffentlichen Raum.

Kultur Digital

Der Fonds Digital - eine Säule im Programm Kultur Digital - fördert den digitalen Wandel in Kulturinstitutionen.

Mit dem Programm Kultur Digital möchte die Kulturstiftung des Bundes Kultureinrichtungen darin unterstützen, die digitalen Möglichkeiten und Herausforderungen der Gegenwart selbstbestimmt und gemeinwohlorientiert mitzugestalten.

Termine

  • 9. September, 2021 bis 12. September, 2021: "Mapping Memories – Ver(antw)ortung Börneplatz": Pop-up-Plattform

    Börneplatz, Jüdisches Museum, Archäologisches Museum, Mousonturm u.a., Online, Frankfurt am Main

Kontakt

Jüdisches Museum Frankfurt

Bertha-Pappenheim-Platz 1,
60311 Frankfurt am Main
www.juedischesmuseum.de (externer Link, öffnet neues Fenster)


Archäologisches Museum Frankfurt

Karmelitergasse 1
60311 Frankfurt am Main
https://archaeologisches-museum-frankfurt.de (externer Link, öffnet neues Fenster)


Künstlerhaus Mousonturm

Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main
www.mousonturm.de (externer Link, öffnet neues Fenster)