Die Stadt Frankfurt am Main verfügt über ein vielschichtiges kulturelles Erbe: Von jungsteinzeitlichen Siedlungsnachweisen über römische Niederlassungen bis zum europaweit bekannten Zentrum jüdischen Lebens. Im Rahmen des Projektes „METAhub Frankfurt“ soll diese Geschichte auf innovative Weise und im Wechselspiel mit künstlerischen Inszenierungen erfahrbar gemacht werden.

Das Bewusstsein um die Bedeutung lokaler jüdischer Kultur mithilfe digitaler Anwendungen und künstlerischer Reflexion stärken.

Website und Augmented Reality App

Dazu entwickeln das Archäologische Museum und das Jüdische Museum Frankfurt eine Website und eine App mit Augmented Reality Visualisierungen. Mit der App können Nutzer auf ihren Smartphones Originalschauplätze der Stadtgeschichte entdecken, die heute physisch nicht mehr existieren. Zu Beginn des Projektes wurden dafür drei Orte ausgewählt – die frühneuzeitliche Judengasse, die Börneplatz-Synagoge und die frühmittelalterliche Kaiserpfalz Franconofurd – , die im Verlauf um weitere Orte und Objekte ergänzt werden. Dabei soll auch erprobt werden, ob das Format unabhängig von Museumssammlungen auf andere Orte angewendet werden kann: 2022 ist in Kooperation mit der Max Dienemann/Salomon Formstecher Gesellschaft eine Expansion auf drei Schauplätze jüdischer Geschichte in der Offenbacher Innenstadt geplant.

Residenzen für Performance- und Medienkünstler

Begleitend zu den digitalen Anwendungen schreibt das Künstlerhaus Mousonturm in Kooperation mit dem Digitalen Partner NODE - Verein zur Förderung Digitaler Kultur Residenzen für Performance- und Medienkünstlerinnen aus, die die Digitalisierungsprozesse kommentieren, die künstlerisch-experimentelle Apps, Multimedia-Performances oder Interventionen im Stadtraum entwickeln werden. Die Verbundpartner erhoffen sich ebenso technikversierte wie kritische künstlerische Beiträge zu Fragestellungen der Museumsarbeit und Erinnerungskultur. Das Künstlerhaus Mousonturm bringt dabei seine bisherige Erfahrung mit innovativen Performance-Projekten ein, die nun den digitalen Raum einbeziehen und Fragen gesellschaftlicher Zugänglichkeit, Teilhabe und Verantwortung reflektieren. Das Theater sieht seine Rolle als Verstärker und Vermittler der durch die Digitalisierung und Öffnung der Archive entstehenden öffentlichen Debatten.

Veranstaltungsprogramm

Unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Institut für Medienpädagogik und Kommunikation Hessen werden begleitend Open Educational Ressources entwickelt, die Einrichtungen in ganz Hessen zu Verfügung gestellt werden sollen. Gemeinsam in diesem umfassenden Netzwerk aus Kulturorganisationen werden Forschungslabore, Workshops und weitere Veranstaltungen mit Coderinnen, Künstlern und Wissenschaftlerinnen entwickelt, die auch die Stadtgesellschaft zu einer Auseinandersetzung mit ihrer Stadtgeschichte anregen und das Bewusstsein um die Bedeutung lokaler jüdischer Kultur stärken.

Ein Verbundprojekt des Jüdischen Museum Frankfurt, des Archäologischen Museum Frankfurt und des Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt/Main). Gefördert mit bis zu 1.040.000 Euro. (Zusätzlich gefördert mit bis zu 380.000 Euro vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain.)

ME­TA­hub Frank­furt on­line

Kultur im digitalen und öffentlichen Raum.

Kul­tur Di­gi­tal

Der Fonds Digital - eine Säule im Programm Kultur Digital - fördert den digitalen Wandel in Kulturinstitutionen.

Mit dem Programm Kultur Digital möchte die Kulturstiftung des Bundes Kultureinrichtungen darin unterstützen, die digitalen Möglichkeiten und Herausforderungen der Gegenwart selbstbestimmt und gemeinwohlorientiert mitzugestalten.

Kon­takt

Jüdisches Museum Frankfurt

Bertha-Pappenheim-Platz 1,
60311 Frankfurt am Main
www.juedischesmuseum.de


Archäologisches Museum Frankfurt

Karmelitergasse 1
60311 Frankfurt am Main
https://archaeologisches-museum-frankfurt.de


Künstlerhaus Mousonturm

Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main
www.mousonturm.de