Wie lassen sich die Zugänge zu digitalisierten Museumssammlungen einfacher und intuitiver gestalten? Wie können das Wissen und die Ideen der Nutzerinnen in den Entwicklungsprozess der digitalen Anwendungen einfließen? Basierend auf den Prinzipien von Open Access und Teilhabe sucht das Projekt "NEO Collections" neue Wege mit Museumssammlungen zu arbeiten – online und vor Ort im Museum.

Open Access und Teilhabe

Gemeinsam mit Besucherinnen und Nutzern sollen Prototypen und digitale Produkte entwickelt werden, die den Zugang zu den Sammlungen vereinfachen und ihre Nachnutzung ermöglichen. Nutzer erhalten die Möglichkeit, die digitalisierten Sammlungen intuitiv zu entdecken, diese mit eigenen Inhalten und Geschichten anzureichern und sie mit anderen zu teilen. In den Museen können die Besucherinnen die digitalisierten Sammlungsobjekte und ihre eigenen Kreationen dann z.B. auch über Mixed-Reality-Anwendungen dreidimensional im Raum platzieren.

Digitale Sammlungen: Wie können sie offen, nutzerorientiert und partizipativ kuratiert und vermittelt werden? 

Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, das Nationalmuseum Schweden in Stockholm und das Übersee-Museum Bremen wollen in Zusammenarbeit mit ihrem Digitaler Partner Digital Identities erproben, wie ein digitales Kuratieren offen und partizipativ umgesetzt werden kann, so dass andere Narrative und Sichtweisen nachhaltig in die Sammlungen und ihre Vermittlung integriert und präsentiert werden können.

Iteratives Vorgehen und neue Arbeitsweisen

Zentral für das Projekt ist das sogenannte iterative, also feedback-orientierte Vorgehen, das vorsieht, pro Institution jeweils mehrere Prototypen zu entwickeln und intensive Tests durchzuführen, bevor die Entscheidung zur finalen Umsetzung getroffen wird. Alle drei Museen sind erfahren in freier Lizenzierung und setzen dezidiert auf Open Source Software. Die Verbundpartner gehen davon aus, dass sich der Workflow in ihren Häusern von der digitalen Sammlungserschließung bis zur Entwicklung von digitalen Angeboten verändern wird. Auf diese Weise erweitert sich zudem das Wissen darüber, wie digitales Kuratieren und Vermitteln mittels Open Access und freier Software funktioniert, weiterentwickelt und zwischen verschiedenen Kultureinrichtungen geteilt werden kann.

Ein Verbundprojekt des Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, des Nationalmuseum Schweden (Stockholm) und des Übersee-Museum Bremen. Gefördert mit bis zu 959.000 Euro.

NEO Collec­tions - Pro­jekt-Blog

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Kul­tur Di­gi­tal

Der Fonds Digital - eine Säule im Programm Kultur Digital - fördert den digitalen Wandel in Kulturinstitutionen.

Mit dem Programm Kultur Digital möchte die Kulturstiftung des Bundes Kultureinrichtungen darin unterstützen, die digitalen Möglichkeiten und Herausforderungen der Gegenwart selbstbestimmt und gemeinwohlorientiert mitzugestalten.

Kon­takt

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Steintorplatz
20099 Hamburg
www.mkg-hamburg.de


Übersee-Museum Bremen

Bahnhofsplatz 13
28195 Bremen

www.uebersee-museum.de


Nationalmuseum Schweden

Södra Blasieholmshamnen 2
Stockholm
www.nationalmuseum.se