Demonstrationen gegen „Stuttgart 21“, Massenproteste des Arabischen Frühlings, die „Occupy“-Bewegung: All diese Phänomene sind von einer radikalen Nutzung urbaner Räume gekennzeichnet, in der sich Unzufriedenheit, Visionen oder Verzweiflung Bahn brechen.
Die Teilhabe an der Gestaltung von Öffentlichkeit, ihre Spielregeln und Spielräume in den urbanen Lebensräumen von heute waren Themen des internationalen Festivals „Playpublik“. Mit ihm präsentierte das Künstlerkollektiv um Invisible Playground und Kulturkontakte e.V. ein Festivalprogramm verschiedenartiger Spiele im Stadtraum. Von internationalen Designern, Künstlern und Architekten speziell auf das Umfeld des Berliner Computerspielmuseums zugeschnitten, schickten sie die Besucher in dessen nähere Umgebung, um dort im Dialog mit den Spielorten Möglichkeiten der Aneignung öffentlichen Raums auszuloten.
Begleitet wurden die vielfältigen Spiele von einem Symposium und Workshops, die sich mit der politischen Dimension urbaner Spielräume und mit künstlerischen Perspektiven der Spiele-Entwicklung befassten. Ziel war es, in der Kulturform des Spiels neue Möglichkeiten öffentlichen Handelns zu erproben.

Künstlerische Leitung: Sebastian Quack und Josa Gerhard
Künstler/innen: Anthea Moye (ZA), Arjan Dhupia, Duncan Speakman (GB), Eric Zimmermann & Nathalie Pozzi (US), Gigantic Mechanic (US), Copenhagen Game Collective (DK), topografie Lodz (PL), SlingShot Effect (GB) u.a.

Kon­takt

Kulturkontakte e.V.

Crellestraße 22

10827 Berlin

invisibleplayground.com