Am 28. Februar 1962 unterzeichneten 26 Filmschaffende, darunter die Regisseure Alexander Kluge, Edgar Reitz und Peter Schamoni, das Oberhausener Manifest. Sie konstatierten darin den Zusammenbruch des alten deutschen Films und forderten die Erneuerung der westdeutschen Filmproduktion. Die Periode des Oberhausener Manifests gehört zu den berühmtesten und zugleich am wenigsten bekannten Kapiteln der deutschen Filmgeschichte. Eine systematische Sicherung und Sammlung der filmischen Arbeiten, die die Unterzeichner in ihrer aktivsten Zeit (1958–1967) hergestellt haben, war bisher nicht unternommen worden. Zum Teil befand sich das Material in den Archiven in desolatem Zustand.
Die Verdienste und Irrtümer der damaligen „Provokateure“ sollten nun wieder sichtbar und zugänglich gemacht werden. Dazu fand ein internationales Symposium an der Universität Wien statt und es entstanden Filmreihen, eine DVD-Edition, eine Buchpublikation und eine Internetplattform (www.oberhausener-manifest.com). Die Filmreihen waren ab März 2012 in Paris, Oberhausen, Berlin, München, Wien, im MoMA in New York, auf dem Filmfestival in Pesaro sowie in Goethe-Instituten weltweit zu sehen.

Künstlerische Leitung: Ralph Eue
Kurator: Lars Henrik Gass
Künstler/innen: Christian Doermer, Bernhard Dörries, Rob Houwer (NL/D), Alexander Kluge, Pitt Koch, Dieter Lemmel, Ronald Martini, Jason Pohland (F/D), Edgar Reitz, Peter Schamoni, Haro Senft, Wolfgang Urchs

Pro­vo­ka­ti­on der Wirk­lich­keit. Das Ober­hau­se­ner Ma­ni­fest und die Fol­gen

Zum Festival 2012 erschien im Verlag edition text + kritik die Publikation "Provokation der Wirklichkeit. Das Oberhausener Manifest und die Folgen", herausgegeben von Ralph Eue und Lars Henrik Gass. Die Anthologie enthält weitgehend unbekannte Texte von Theodor W. Adorno, Alexander Kluge und Uwe Nettelbeck u.a. sowie eine Reihe von aktuellen Essays und Gesprächen.

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