Frauen aus afrikanischen Ländern haben in den letzten Jahren zahlreiche Filminitiativen, Produktionsfirmen oder Casting-Agenturen gegründet und Filmfestivals organisiert – von der Elfenbeinküste über Nigeria bis nach Zimbabwe. Damit handeln sie ganz im Sinne der französischen Regisseurin und Grande Dame des afrikanischen Kinos, Sarah Maldoror, deren Forderung bis heute nachwirkt: „Die Frauen müssen ihre Probleme selbst thematisieren.“ Tatsächlich stehen immer mehr Frauen aus afrikanischen Ländern und der afrikanischen Diaspora vor und hinter der Kamera. Ihre Filme beleuchten die Rolle der Frauen im Widerstand gegen herrschende Ungerechtigkeit und Gewalt, sie zeigen ihr Engagement für Politik, Kunst und Kultur und begleiten sie im Alltag.
Das Filmprojekt „Sisters in African Cinema“ wollte diesen künstlerischen Aufbruch einem breiten Publikum in Deutschland vorstellen. Dafür wurde in Zusammenarbeit mit Künstlerinnen wie Nadia El Fani, Dyana Gaye und Beti Ellerson eine Filmreihe mit etwa 20 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen zusammengestellt, die erstmals auf dem Festival „Jenseits von Europa XIV – Neue Filme aus Afrika“ in Köln gezeigt wurde. Anschließend tourte die Filmreihe durch Deutschland.
Um die Visionen und Perspektiven afrikanischer Frauen zu vermitteln, initiierte das Projekt zudem Begegnungen und Workshops mit Filmemacherinnen, Filmtheoretikerinnen, Schauspielerinnen und Aktivistinnen.

Künstlerische Leitung: Christa Aretz
Kuratorinnen / Board: Beti Ellerson (US), Dyana Gaye (FR), Nadia El Fani (TN), Judy Nini Kibinge (KE), Nancy Mac Granaky-Quaye (D)

Afri­ka - In­ter­na­tio­na­ler The­men­schwer­punkt

Im Rahmen ihres Afrika-Schwerpunktes widmet sich die Kulturstiftung den Kulturbeziehungen zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern und fördert den Austausch und die Kooperation zwischen deutschen und afrikanischen Künstler/innen und Institutionen.

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