transmediale 2014 – afterglow

Die transmediale gehört international zu den bedeutendsten Festivals für Kunst und die kreative Anwendung digitaler Medien.

Mülldeponie Phnom Penh. Foto: John Einar Sandvand, Sandvand/Flickr; Marina Bay, Foto: William Cho/ Flickr, Collage: The Laboratory of Manuel Bürger

Afterglow – übersetzt etwa Abendröte oder Nachglühen – so lautete der Titel der transmediale 2014, die unter der künstlerischen Leitung von Kristoffer Gansing im Haus der Kulturen der Welt stattfand.

Ihr Motto verstand die transmediale als Sinnbild für den gegenwärtigen Zustand der digitalen Kultur: zwischen „Trash“ und „Treasure“; zwischen Hightech-Glanz und Elektroschrott, in einer Kultur von Big-Data-Firmen und Überwachungssystemen, in der Medientechnologien sowohl Alltag als auch physische und immaterielle Abfallprodukte geworden sind.

In Ausstellungen, Performances, Screenings und Diskussionsrunden beschäftigten sich Künstler und Theoretiker mit Themen wie Postdigitalität, Überwachung, E-Waste und Datenüberfluss.

Am Eröffnungstag wurde nach der Zeremonie der zweite Teil des Art Hack Day Berlin eröffnet, für den rund 70 Hacker aus 15 Ländern innerhalb von 48 Stunden eine Blitzausstellung erarbeiteten. Die transmediale-Ausgabe reagierte in Ausstellung, Performances und Präsentationen auf die Ergebnisse und Diskurse des ersten Teils, der in Kooperation mit dem Berliner Lab for Electronic Arts and Performance (LEAP) präsentiert wurde. Dieser setzte sich unter dem Titel Going Dark mit den Auswirkungen des Datenüberflusses und möglichen Reaktionen darauf auseinander. Der zweite Teil beschäftigte sich unter dem Festivalthema Afterglow mit dem gegenwärtigen Daten- und Hardware-Überfluss.

Eingeladen zu Vorträgen und Diskussionsrunden waren u.a. der Philosophie-, Kunst- und Designtheoretiker Benjamin H. Bratton mit dem Designduo Metahaven sowie die amerikanische Dokumentarfilmerin Laura Poitras, die seit 09/11 die Entwicklung der USA zum Überwachungsstaat aufgezeichnet und zusammen mit Glenn Greenwald die Dokumente der NSA-Affäre an die Öffentlichkeit gebracht hat. Als Teil einer Sonderserie von Late Night-Gesprächen sprach James Bridle, Begründer der Netzkulturtheorie “New Aesthetic” mit Netzkünstlerin Olia Lialina über das Zusammenspiel von Analogem und Digitalen in zeitgenössischer Politik und Ästhetik.

Die transmediale ist ein Projekt der Kulturprojekte Berlin GmbH in Zusammenarbeit mit dem Haus der Kulturen der Welt. Die Kulturstiftung des Bundes fördert die transmediale als kulturelle Spitzeneinrichtung.

Künstlerische Leitung: Kristoffer Gansing
Künstler/innen und Mitwirkende: Jamie Allen, Ryan Bishop, Benjamin H. Bratton, James Bridle, Luke Fischbeck, David Gauthier, Louis Henderson, Olia Lialina, Maha Maamoun, Metahaven, Trevor Paglen, Laura Poitras, Luther Price, Sarah Rara, Jack Stevenson.

Videokanal der transmediale

YouTube-Kanal der transmediale 2014 mit Aufzeichnungen von Vorträgen und Diskussionsrunden

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CTM Festival 2014

Die 15. Ausgabe des Partnerfestivals der transmediale – CTM – Festival for Adventurous Music & Arts fand vom 24. Januar bis zum 2. Februar 2014 statt. Unter dem Titel "Dis Continuity" widmete sich CTM 2014 eigenwilligen musikalischen Pionieren und der Weiterentwicklung ihres Erbes in der Experimental- und Popmusik der Gegenwart.

www.ctm-festival.de (externer Link, öffnet neues Fenster)

Die Online-Plattform

Die Website zum Festival bietet den Nutzern neben einer umfangreichen Suchfunktion nach Künstlern und Veranstaltungen eine Reihe partizipativer Möglichkeiten. Sie dokumentiert auch alle bisherigen Ausgaben der transmediale seit 1997.

www.transmediale.de (externer Link, öffnet neues Fenster)

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