Kreislaufwirtschaft im Kulturbetrieb

Neues Leben für alte Stoffe – kulturelle Netzwerke in einer „circular society“

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Projektbeschreibung

Gemeinsam mit Materialinitiativen aus Hamburg, Leipzig, Dresden und Berlin hat die Kulturstiftung des Bundes im Rahmen ihrer EMAS-Aktivitäten zu einer Veranstaltungsreihe zum Thema Kreislauf-Ökonomie eingeladen. In Workshops am 16. und 30. September sowie am 6. Oktober haben sich Akteurinnen und Akteure aus Kultureinrichtungen, von lokalen Materialinitiativen und den Kommunen getroffen, um die Infrastrukturen zu verbessern und neue Netzwerke für verbesserte Materialkreisläufe zu gründen (Veranstaltungs-Flyer (öffnet neues Fenster)).

Kreislaufwirtschaft spart Kosten und bietet viele ökologische Vorteile. Was auf der einen Seite – in Theatern und Museen oder auf Messen – entsorgt wird, kann auf der anderen Seite temporär oder auf Dauer Nutzen stiften und Mittel sparen – bei Kulturproduktionen der freien Szene, bei Künstlerinnen und Künstlern, bei privaten Nutzern. Städte und Metropolregionen eignen sich für Kreislaufsysteme in besonderer Weise. Sie wachsen schnell und mit intensiver Ressourcennutzung. Sie regulieren den Material- und Energieumlauf. Sie können Modellort einer „zirkulären Ökonomie“ sein: Material- und Werkstoffströme, die oft in die Entsorgung und die Maximierung von Abfall münden, werden in neue soziale, künstlerische, ökologische Nutzungen umgeleitet.

Neue Netzwerke in Gründung

An allen drei Veranstaltungsorten gehen die Planungen für Materialplattformen und Austauschforen der Kulturakteure weiter:

  • Die Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin laden am Dienstag, den 16. November 2021 zu einem follow-up-Workshop im Berliner Martin-Gropius-Bau.
  • Die Stadt Leipzig bindet Materialinitiativen und Kultureinrichtungen in ihren Maßnahmenplan für eine zero-waste-Ökonomie ein und wird zur kommenden Zusammenkunft – dem Follow-Up in 2022 – einladen. Der Termin wird derzeit abgestimmt und bald mitgeteilt.
  • In der Metropolregion Frankfurt/Main entsteht ein Netzwerk, das Kulturinstitutionen aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet miteinander verbindet.

Utopieplan

Im Rahmen eines documenta-Symposiums im Juli 2021 haben außerdem diverse Materialinitiativen einen „Utopieplan“ zur Kreislaufwirtschaft (öffnet neues Fenster)entwickelt. 

EMAS

Das Projekt will einen Beitrag für ökologische Wirtschaftsweisen im Kulturbereich leisten. Die Kulturstiftung des Bundes ist seit 2012 ökologisch zertifiziert nach EMAS (externer Link, öffnet neues Fenster).
 

Eine Veranstaltungsreihe der Kulturstiftung des Bundes in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk der Initiativen für Materialkreisläufe IfM (u.a. mit nytt.Materialdepot und Konglomerat e.V., Dresden; Hanseatische Materialverwaltung, Hamburg; Trash Galore/Materialbuffet e.V., Leipzig; Material Mafia, Berlin) sowie in Kooperation mit Halle 14 – Zentrum für Zeitgenössische Kunst, Leipzig; Kostümkollektiv, Kunst-Stoffe, Stadtmission im Haus der Materialisierung und ZUsammenKUNFT eG, Berlin; KulturRegion FrankfurtRheinMain und Naxoshalle, Frankfurt und zahlreichen weiteren Partnerinnen und Partnern.

Termine

  • 16. November, 2021 : Follow-up-Workshop Kreislaufökonomie | Berlin

    Martin-Gropius-Bau, Berlin

  • 6. Oktober, 2021 : Workshop Kreislaufökonomie | Frankfurt am Main

    Chancen und Herausforderungen für erfolgreiche kulturelle Kreislaufwirtschaft

    Naxoshalle, Frankfurt am Main

  • 30. September, 2021 : Workshop Kreislaufökonomie | Leipzig

    Chancen und Herausforderungen für erfolgreiche kulturelle Kreislaufwirtschaft

    Halle 14 – Zentrum für Zeitgenössische Kunst, Leipzig

  • 16. September, 2021 : Workshop Kreislaufökonomie | Berlin

    Chancen und Herausforderungen für erfolgreiche kulturelle Kreislaufwirtschaft

    Haus der Materialisierung, Berlin

Kontakt

Teresa Darian (Leipzig)

E-Mail an Teresa Darian

Dr. Lutz Nitsche (Berlin)

E-Mail an Dr. Lutz Nitsche

Dr. Sebastian Brünger (Frankfurt am Main)

E-Mail an Dr. Sebastian Brünger