Das Musiktheaterprojekt des Komponisten Beat Furrer und des Autors Händl Klaus in Zusammenarbeit mit dem Theater Basel beschäftigte sich mit Todesbildern des alten Ägypten. Ausgangspunkt des Theatertextes waren altägyptische Totentexte, die der Ägyptologe und Orientalist Jan Assmann erstmals entziffert hat. Sie beziehen ihre Faszination aus der Gleichzeitigkeit von Todesritual und vitaler Lebensfeier.
In der ägyptischen Mythologie ist die Wüste eine Metapher für das Fremde und gleichzeitig für den Tod. Dort, aber auch in der europäischen Tradition (vgl. die Eiswüsten Caspar David Friedrichs oder die Zivilisationswüsten verlassener Industrieanlagen) fungiert die Wüste als Projektionsfläche für die Angst vor dem Erinnerungsverlust, der Leere und dem Fremden. Neben der Vorlage von Händl Klaus wurden Texte von Angel Valente, Nazim Hikmet und Ingeborg Bachmann zur selben Thematik ins Libretto aufgenommen. Beat Furrer komponierte dazu die Musik für ein kleines Orchester mit Sing- und Sprechstimmen.

Komposition: Beat Furrer (CH)
Autor: Händl Klaus (CH)
Regie: Christoph Marthaler (CH)
Musiker/innen: Les Jeunes Solistes Vokalsolisten, Klangforum Wien (AU)

Kon­takt

Berliner Festspiele

Schaperstraße 24

10719 Berlin

www.maerzmusik.de