Im August 2015 wurde das Kraftwerk Berlin wieder zu einem Epizentrum experimenteller Musik, Kunst und Technologie. Über 50 internationale Musiker und Künstler trafen während des Festivals „Berlin Atonal“ auf Lichtdesigner, Multimediaexperten und Technologen, um klangliche und visuelle Räume auszuloten und neu zu erfinden. In der einzigartigen Kulisse des stillgelegten Heizkraftwerks erklangen u.a. elektronische Avantgarde, Neue Musik, Elektronika und avancierte Rockmusik, begleitet von Installationen, audiovisuellen Performances und Interventionen in Architektur, Licht und Sound.
Einer der Höhepunkte war die Live-Performance „Outside the Dream Syndicate“ des amerikanischen Avantgarde-Pioniers, Musikers und Schriftstellers Tony Conrad und der deutschen Krautrockband Faust. Die bereits 1972 entstandene Arbeit gilt als Meilenstein in der Entwicklung der Minimal- und Dronemusik. Der amerikanische Künstler David Borden und das für Atonal wiedervereinte Mother Mallard Ensemble präsentierten „The Continuing Story of Counterpoint“, einen zwölfteiligen Zyklus für Synthesizer, akustische Instrumente und Gesang. Hierzu erschaffte der niederländische Künstler und Softwareentwickler Tarik Barri eine virtuelle Welt, die auf eine großformatige Leinwand projiziert und in Echtzeit manipuliert wurde. Atonal feierte außerdem Weltpremieren von Werken bekannter Künstler wie Alessandro Cortini (Nine Inch Nails) und Shackleton. Der Videokünstler Marcel Weber verwandelten den gesamten Kraftwerkkomplex in eine Lichtskulptur. Workshops, Vorträge und ein Kolloquium über Tech-Kunst rundeten das Festival ab, eine umfassende multimediale Dokumentation ist geplant.

Künstlerische Leitung: Laurens von Oswald
Künstler/innen: Tony Conrad with Faust (US), David Borden + The Mother Mallard Ensemble (US), Kangding Ray + Barry Burns (Mogwai) (FR/UK), Alessandro Cortini (IT), Ugandan Methods (US), Mike Parker (US), Chra (AT), Marcel Weber, Tarik Barri, Shackleton

Kon­takt

Kraftwerk Berlin

Köpenicker Strasse 70

10179 Berlin

www.berlin-atonal.com