In einer "Europäischen Ensemble-Akademie" sollen junge Musiker aus mehreren europäischen Staaten unter der Leitung hochkarätiger Lehrer in drei Ensembles zum gemeinsamen Musizieren von zeitgenössischer E-Musik, von europäischem Jazz und von Pop- und Rockmusik zusammengebracht werden. In einem zweiten Schritt soll ein viertes Ensemble gegründet werden, das die drei genannten musikalischen Stile miteinander verknüpft und so nach einer neuen musikalischen Sprache sucht.

Neben Musikstudierenden aus Deutschland sollen an der Akademie vor allem Nachwuchsmusiker aus Portugal und Slowenien beteiligt werden, für deren Auswahl der Deutsche Musikrat seine internationalen Institutionenkontakte nutzt. Portugal und Slowenien folgen Deutschland in der Reihe der EU-Ratspräsidentschaften nach und sollen deshalb besonders berücksichtigt werden, da der Deutsche Musikrat die Europäische Ensemble-Akademie zu einer festen Veranstaltung im Rahmen zukünftiger EU-Ratspräsidentschaften durch die dann jeweils präsidierenden Länder machen möchte.

Im Rahmen der Akademie werden folgende Ensembles gegründet:

a) Das "ensemble perspektiv" für zeitgenössische Musik,
Künstlerischer Leiter: Maurizio Kagel
b) "Jazz Goes Ahead!" - European Movement Jazz Orchestra,
Künstlerischer Leiter: Manfred Schoof
c) "basement pop", "EINSHOCH6" (Deutschland), "WET BED" (Slowenien), "FADO" (Portugal);
Künstlerischer Leiter: Udo Dahmen
d) "ensemble 07" als genreübergreifendes Ensemble

Das "ensemble 07" konstituiert sich aus jeweils 10 bis 12 Musikern aus dem "ensemble perspektiv", aus "Jazz Goes ahead!" und aus "Basement Pop". Es erarbeitet gemeinsam mit verschiedenen Komponisten neue Werke, in die die unterschiedlichen musikalischen Stile der drei Ursprungs-Ensembles gleichberechtigt einfließen.
Alle Ensembles erarbeiten im Rahmen der Akademie Konzertprogramme, mit denen sie auf Europa-Tournée gehen. Die vier Ensembles reisen vom 24. März bis 1. April und vom 24. April bis 28. April 2007 als Botschafter durch Europa und geben Konzerte in Berlin, Bremen, Brüssel, Köln, Lissabon, Ljubljana und Zagreb sowie - mit Blick auf die Unterzeichnung der Römischen Verträge vor 50 Jahren - auch in Rom. Realisiert werden die Konzerte in Zusammenarbeit mit örtlichen Veranstaltern und in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut.

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