Jazz Lines München fand nach siebenjähriger Pause erstmals wieder im Jahr 2009 statt. Mit seinem Fokus auf zeitgenössische und grenzüberschreitende Positionen des Jazz nimmt es in der Münchner Musiklandschaft seitdem wieder eine wichtige Stellung ein. Im Jahr 2011 unternahm das Festival einen Brückenschlag zu Bildender Kunst, Literatur und Film. Ein Schwerpunkt war die musikalische Interpretation von Film und Fotokunst: Der amerikanische Gitarrist Bill Frisell präsentierte ein Programm zur Fotokunst Michael Disfarmers, einem der großen amerikanischen Dokumentarfotografen; und der Saxophonist Francesco Bearzatti widmete der Fotografin und Femme fatale der 1920er Jahre, Tina Modotti, eine Hommage. Das Schweizer Ensemble Koy vertonte einen Stummfilm von Ernst Lubitsch und der französische Bassist Renaud Garcia-Fonds komponierte die Musik zu einem Scherenschnittfilm von Lotte Reiniger. Eingeladen waren außerdem Musiker und Ensembles, deren Arbeiten den Grenzbereich zwischen Jazz und Neuer Musik ausloten. So entwickelte Beat Furrer ein Programm mit dem Münchner Kammerorchester, das improvisierte und Neue Musik zusammenführte.

Künstlerische Leitung: Annelie Knoblauch
Künstler/innen: Bill Frisell Quartet (USA), Fred Frith (GB), Louis Sclavis (F), Ralph Towner / Paolo Fresu (USA/I), Francesco Bearzatti Tinissima Quartet (I), Yitzak Yedid Quintet (ISR), Münchner Kammerorchester unter der Leitung von Beat Furrer (AT), Bruno Chevillon (F), Michael Riessler, Bojan Z (F), Renaud Garcia Fonds Ensemble (F), Gunter Hampel, Kimmo Pohjonen (FIN), Karl Ritter (A), Les 1000 Cris (F), Trygve Seim Ensemble (N) u.a.

Kon­takt

Kulturkontor

Wendl-Dietrich-Straße 8

80634 München