Nach der Vollendung seines Werkzyklus Licht (2003) nahm der zu diesem Zeitpunkt immerhin schon 77 Jahre alte Stockhausen gleich das nächste Großprojekt in Angriff. War Licht der Zeiteinheit Woche (sieben Tage) gewidmet, galt das neue Werk Klang der Einheit Stunde (die 24 Stunden des Tages). Stockhausen kündigte damals an, sich nach der Fertigstellung von Klang kompositorisch auch noch der Minute und der Sekunde zuwenden zu wollen. Dazu ist der 2005 verstorbene Ausnahmekomponist nicht mehr gekommen.
Die Uraufführung von Klang in der Gesamtheit der 21 bis zu seinem Tod fertig gestellten Stunden-Kompositionen war in Form eines zweitägigen Wandelkonzerts an neun verschiedenen Orten als herausragendes Projekt der 6. MusikTriennale Köln 2010 ein musikalisches Ausnahmeereignis. Das Publikum konnte sich zwischen der Kölner Philharmonie, dem Domforum, dem Kölner Stadtgarten und den weiteren Aufführungsorten individuelle Routen zusammenstellen. Die einzelnen Stunden-Werke wurden vom Ensemble musikFabrik und dreizehn Solisten mehrfach gespielt und bildeten insgesamt 180 eigenständige Konzertteile im Programm der MusikTriennale.

Künstlerische Leitung: Louwrens Langevoort
Mitwirkende / Künstler: Ensemble musikFabrik

Kon­takt

MusikTriennale Köln GmbH

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50667 Köln

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