Mit Kommander Kobayashi hat die Berliner Opernkompanie NOVOFLOT ein neues Format für das Musiktheater entwickelt: die Opernsaga. Kommander Kobayashi heißt ihr Held. Er führt das Raumschiff La Fenice und eine Handvoll Raumfahrer auf einer rätselhaften Suche (oder Flucht?) durch Raum und Zeit: Eine Irrfahrt durch das gewaltige Universum, das von innen wie von außen unablässig gegen die Schädelwände brandet, und das verstanden, bestanden oder wenigstens überstanden werden will.
Die Saga ist unabgeschlossen. Sie entfaltet sich als Serie von mehreren kurzen Kammeropern von verschiedenen Komponisten. Drei Opern bilden zusammen eine Staffel und zugleich das Programm für einen Abend. So wird die Opernsaga zugleich zur Odyssee durch ein hybrides und sich ausweitendes Universum zeitgenössischer Oper.
Die Serie wird eröffnet mit der Pilotfolge 4 Helden: Die vier Besatzungsmitglieder von Kommander Kobayashi werden einem individuellen Katastrophentest unterzogen. Vier Komponisten - Moritz Eggert, Aleksandra Gryka, Ricardas Kabelis und Juha T. Koskinen - übernehmen hierfür je eine Patenschaft und präsentieren ihre persönliche Lieblingsfigur in einer besonders schweren Stunde. Nur der Kommander selbst lässt noch auf sich warten.
In Helmut Oehrings Folge Kobayashi singt (unter fremden Sternen) gibt sich Kommander Kobayashi zu erkennen - und zwar gleich in angemessen verwirrender Komplexität: Oehrings Partitur spaltet die Titelfigur auf in einen Gebärdensolisten, einen Sänger und einen Rockgitarristen. Zusammen geben sie uns einen Eindruck von dem erstaunlichen Abenteuer, Kommander Kobayashi zu sein.
In der Folge set phasers on KILL! ist die Mission der La Fenice und ihrer Besatzung ernsthaft in Gefahr - und das ausgerechnet in dem Moment, in dem sich erstmals in vollem Umfang abzeichnet, worin die Mission eigentlich besteht. La Fenice gerät in den Bannkreis einer fremden, stärkeren Macht - verkörpert und gesungen von der Komponistin und Stimmkünstlerin Jennifer Walshe, die in ihrer eigenen Folge als Gaststar auftritt.
Die lange Reise des Kommander Kobayashi beginnt.
Die junge Berliner Opernkompanie NOVOFLOT schloss sich im Frühjahr 2002 zusammen. Kommander Kobayashi ist ihr drittes Projekt. Bisherige Inszenierungen: Der Glockenturm von Ernst Krenek (September 2002) und Antigone von Tommaso Traetta (April/ Mai 2004), jeweils in den Sophiensaelen, Berlin.
NOVOFLOT sind: Sven Holm (Regie), Vicente Larrañaga (Musikalische Leitung), Sebastian Bark (Dramaturgie), Stefan Fragner (Produktionsleitung).

Opernsaga, 1. Staffel
Idee und Konzept: NOVOFLOT
Sagatexte: Tobias Dusche

NOVOFLOT in Koproduktion mit
Hamburgische Staatsoper
Sophiensaele
UltraSchall Festival

Kompositionen:
4 Helden (Pilotfolge)
vier Szenen, komponiert von Moritz Eggert, Aleksandra Gryka (Polen), Ricardas Kabelis (Litauen) und Juha T. Koskinen (Finnland)
Kobayashi singt (unter fremden Sternen)
komponiert von Helmut Oehring
Kommander Kobayashi #17
"set phasers on KILL!"
komponiert von Jennifer Walshe (Irland)
Regie: Sven Holm
Musikalische Leitung: Vicente Larrañaga
Bühne: Leonie von Arnim
Kostüme: Bettina Latscha
Video: halbbild (Philip Kießling & Véronique Cabois)
Dramaturgie: Sebastian Bark
Produktionsleitung: Stefan Fragner

Mit Sibylle Fischer, Giuseppe Giuranna, Julia Henning, Soichi Kobayashi, Meik Schwalm, Hanna Dóra Sturludóttir und Jörg Wilkendorf
Termine
Uraufführung der ersten Staffel am 14. Januar 2005 in der Hamburgischen Staatsoper (Eröffnung der Opera Stabile)
Aufführungen Hamburgische Staatsoper: 14., 15., 16. Januar und 4.,5.,6. Februar
Aufführungen Sophiensaele, Berlin: 21., 22., 23. und 28., 29., 30. Januar

Kon­takt

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