Die italienische Renaissance ist eine Zeit großer musikalischer Innovationen: In der Madrigalkunst der Renaissance gibt es Anknüpfungspunkte zu modernen Kompositionstechniken sowie zu den Tonsystemen der alteuropäischen und außereuropäischen Musikkulturen von Bulgarien bis Vietnam. Selbst in der Wahl ihrer literarischen Themen wirken die Madrigale erstaunlich zeitgenössisch: Sie verarbeiten deutlich erotische und sexuelle Motive (Tod, Begehren und Verlust). In mehreren Konzerten hat das Projekt Netzwerk Madrigal des KlangForum Heidelberg diese Aspekte der Kompositionskunst der Renaissance zu Gehör gebracht. Dazu wurden Eingangsstücke und Zwischenspiele komponiert, mit denen diese musikalischen Miniaturen einen verbindenden Rahmen bekamen. Die teilweise schroff und modern wirkenden Harmoniewechsel sind noch heute und vielleicht gerade heute wieder eine Herausforderung für zeitgenössische Interpreten wie Komponisten.

Künstlerische Leitung: Walter Nußbaum
Mitwirkende: Schola Heidelberg, ensemble aisthesis

Veranstaltungsorte und -zeitraum:
Heidelberg, Zürich, Venedig u.a. ab Oktober 2009

Kon­takt

KlangForum Heidelberg e.V.

Kaiserstraße 25

69115 Heidelberg

www.klanghd.de