Welche Sinne außer den Fernsinnen Hören und Sehen sind beteiligt, wenn wir Musik und Bewegung körperlich wahrnehmen? Sabrina Hölzer, die für ihre innovativen Musiktheaterprojekte mit dem Belmont Preis 2013 ausgezeichnet wurde, nahm sich dieser Frage an und stellte in ihrer Produktion „Now I lay me down“ das sensorische Erfassen von Musik durch Nahsinne wie Tast- und Geruchssinn in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit zehn Musiker/innen des Solistenensembles Kaleidoskop erprobte sie eine neue Art der Interaktion zwischen Performern und Publikum mit dem Anliegen, neben Oper und Konzert ein neues Format für musikalisches Erleben zu entwickeln. Im Zentrum der Inszenierung stand die Improvisation. Der Cellist und Komponist Michael Rauter untersuchte, wie Musik rhythmisch und sensuell auf die Nahsinne einwirkt. Er arbeitete z.B. mit perkussiven Rhythmen, die kontrastierend oder harmonisierend auf den körpereigenen Rhythmus wirken. Die Eindrücke des Publikums wurden an den Aufführungsorten Berlin, Oslo und Gent durch Befragungen erfasst und flossen in eine Dokumentation ein, die einen künstlerisch-empirischen Beitrag zur wissenschaftlichen Forschung im Bereich Neuropsychologie und Musik leisten möchte.

Eine Produktion von INTOTHEDARK in Koproduktion mit dem Gent Festival van Vlaanderen, Matvik Crew Forening Oslo und den Berliner Festspielen. 

Künstlerische Leitung: Sabrina Hölzer
Musikalische Leitung: Michael Rauter
Komponist/innen: Michael Rauter, Samuel Barber, Gustav Mahler, Richard Wagner
Künstler/innen: Emanuelle Bernard (FR), Rebecca Beyer, Dea Szücs (HU) u.a.

Weitere Termine:

Handelsbeurs Concertzaal, Gent: 29./30.9.2016

Kon­takt

Into the Dark UG

Greifswalder Straße 8

10405 Berlin