In Deutschland wie auch in Osteuropa gibt es eine Vielzahl von Synagogen, die als Gebäude den Nationalsozialismus überlebt haben, aber seitdem zweckentfremdet genutzt werden oder leer stehen. Diese verwaisten Orte, hebräisch „Mekomot“, wurden mit einer Konzerttour wiederbelebt. Fünf junge jüdische, in Deutschland lebende Komponisten schrieben eigens für diese Orte neue Werke, die von einem Ensemble aus internationalen Instrumentalisten gespielt wurden. Für das Programm wurde die zeitgenössische Musik mit traditionellen jüdischen Gesängen verflochten, die der Kantor Assaf Levitin vortrug.
Über 20 Konzerte in Erfurt, Dresden, Berlin, Essen und vielen weiteren Orten in Deutschland sowie in Polen, Litauen und der Ukraine fanden statt. An ausgewählten Aufführungsstätten gab es vor dem Konzert Workshops, in denen das Publikum Gelegenheit hatte, sich mit Neuer Musik sowie Fragen der Geschichte und Religion vertraut zu machen. Ein Konzert fand im Rahmen des Forums neuer Musik des Deutschlandfunk in Köln statt. In diesem Zusammenhang wurden auch ein Feature und Tonaufnahmen für die Veröffentlichung auf CD produziert.

Idee/künstlerische Leitung: Sarah Nemtsov
Dramaturgie: Asmus Trautsch
Komposition: Amit Gilutz (IL), Bnaya Halperin-Kaddari (IL), Eres Holz, Sarah Nemtsov, Amir Shpilman (IL)
Gesang: Assaf Levitin (IL)
Ensemble: Roy Amotz (IL), Gunnhildur Einarsdóttir (IS), Matthias Engler, Seth Josel (US), Antje Thierbach u.a.
Organisation: Bettina Lehmann

 

Weitere Termine:


16.10.2015, 19:30 Uhr Einführung, 20 Uhr Konzert
Alte Synagoge Stavenhagen
Malchiner Straße 38
Stavenhagen

17.10.2015, 18:30 Einführung, 20 Uhr Konzert
Alte Synagoge Hagenow
Hagenstraße 48
Hagenow

Weitere Konzerte im Sommer 2016 u. a. in Köln, Essen, Worms, Ichenhausen, Kippenheim, Erfurt, Görlitz, Warschau, Lublin, Zamość und Wrocław.

Kon­takt

Haskalah e.V.

Witzlebenstraße 38

14057 Berlin